Bargeldlos bezahlen unterwegs: Der super-nachhaltige-Hamburg-Guide

Hamburg ist fast immer unsere erste Anlaufstelle, wenn mal wieder eine spontane Schmeichelauszeit vom schnodderigen Berlin nötig ist und wir uns ein wenig in schöner Umgebung mit netten Menschen in die Arme fallen wollten. Die Stadt bietet so viel und ist so wandelbar – ungefähr so wie unsere Laune bei PMS. Da Bargeld auf Reisen eher nervig ist, gibt es jetzt hier von uns (Lucie & Maria) den ultimativen super nachhaltigen Hamburg-Guide. Zusammen mit Mastercard, Biancissimo, VICE und Mit Vergnügen haben wir Hamburg durchgecheckt, um die schönsten, besten und leckersten Läden zu finden, in denen super praktisch bargeldlos & kontaktlos gezahlt werden kann. Hä was?

Kontaktloses Bezahlen – einfach, schnell, bequem
Es ist mir schon vor einigen Jahren in London aufgefallen, dass in Cafés und SchnickSchnack-Läden Beträge so gezahlt werden: Karte auf’s Kartenlesegerät legen – zack, fertig, bezahlt. Yo. In London und anderen Metropolen ist das also längst Alltag, während das bei uns irgendwie jetzt erst so langsam ankommt. Mit Karten & Lesegeräten, die das Kontaktlos-Zahlen-Symbol (sieht ein wenig aus wie das W-Lan-Zeichen) aufweisen, muss die Karte also einfach nur kurz an’s Terminal gehalten werden und man ist good to go. Bei Beträgen unter 25 Euro ist keine PIN-Eingabe oder Unterschreiberei nötig. Geht sogar in fast allen Supermärkten, weiß nur kaum einer. Oft nicht mal die Händler. Aber schneller und einfacher geht es nicht! Mit der Debit Mastercard kann man das sogar weltweit machen und (im Gegensatz zu einer EC-Karte) geilerweise sogar online wie mit einer Kreditkarte zahlen. Tschüssi Bargeldgeklimper.

Der super-nachhaltige-Hamburg-Guide
Für unseren Hamburg Guide haben wir Shops, Cafés und Restaurants aus Hamburg ausgesucht, die nachhaltig, bio, vegan und/oder regional sind. Das Beste an unserem Guide ist, dass neben Kartenzahlung auch kontaktloses Bezahlen in all diesen Locations kein Problem ist.

 

Nachhaltige Kleidung & Accessoires im Glore
Mit der Marktstraße verbinde ich (Maria) meine Jugend. Gerade frisch aus dem Brandenburger Dorf geschlüpft, trieb mich die Liebe nach Hamburg – in eben diese Marktstraße. Da wurde gebummelt und geturtelt und auch heute noch werde ich ganz “ach damals…”, wenn ich durch die wunderbare Straße mit all ihren Lädchen und Cafés flaniere. Ihr findet den kleinen, feinen Shop Glore im wunderschönen Karoviertel, und neben sorgsam ausgewählter Mode für Männer, Frauen und Menschenwelpen, gibt es hier auch allerhand Gedöns wie Schuhe, Wachspapier (um Stullen einzupacken), Schuhe, Rucksäcke und Trinkflaschen. Ich habe direkt zugeschlagen und mir eine Trinkflasche aus Edelstahl mit nach Hause genommen und einen fairen Nagellack ohne Chemie und Tier drin. Ganz besonders toll: Die sehr große Auswahl nachhaltig produzierter Jeans. Ein Besuch lohnt sich. #slowfashion

Glore / Marktstraße 31 / 20357 Hamburg

 

Regionale Delikatessen im Mutterland
Der Name ist Programm. Das Mutterland wurde als eine Hommage an Mütter eröffnet, denn da schmeckt es ja bekanntlich auch am Besten. Seit 2007 vertreibt das Mutterland Feinkost und Delikatessen – nachhaltig und fast ausschließlich regional aus Hamburg. Die Idee war, die irrwitzigen Transportwege von Delikatessen zu umgehen und nur ausgesuchte Produkte aus heimischen Landen anzubieten. Inzwischen gibt es sogar vier Mutterländer in Hamburg. Neben dem Ladengeschäft gibt es in der Mutter aller Mutterland Shops (aka. Stammhaus) auch ein sehr schönes Café mit ausgeflippten Getränkekreationen und lecker Kuchen.

Mutterland Stammhaus / Ernst-Merck-Straße 9, Ecke Kirchenallee / 20099 Hamburg / St. Georg
Mutterland Eppendorf / Lenhartzstraße 1, Ecke Eppendorfer Baum / 20249 Hamburg
Mutterland City / Poststraße 14-16, Streit’s Hof / 20354 Hamburg
Mutterland Cölln’s / Brodschrangen 1-5 / 20457 Hamburg

 

Die Rösterei – Richtig guter, fairer Kaffee
Klein, fein lecker. Seit 1998 wird in dem kleinen Familienbetrieb Koffein in Hamburger Venen gepumpt. Dass Kaffee hier sehr geliebt wird, sieht man dem kleinen schmucken Laden an: Bisschen Messing, Kaffeesäcke und diverse abgeflippte, mit 1001 Aromen verfeinerte Kaffeesorten schmücken die Regale. Alles nachhaltig und fair produziert. 
Der Besitzer sucht jede seiner Kaffeesorten selbst aus und die 40 verschiedenen, die man hier findet, gehören alle zu seinen bevorzugten Lieblingen. Auch Kuchen ist im Angebot, den man im traditionellen Kaffeehaus Ambiente genießen kann. Draußen kann man genau so schön sitzen und Hamburg gucken.

Die Rösterei / Steinstraße 19a / 20095 Hamburg

 

Vegane Super-Bowls im HappenPappen
Sehr cool gelegen liegt der sehr coole Laden direkt auf der Feldstrasse (neben dem DOOOOOM!). Es ist eines der wenigen komplett veganen Restaurants in Hamburg. Man findet dort beim Lunch bis 16 Uhr eine kleine wechselnde Karte aus zwei bis drei warmen Gerichten und Salat. Zwischen 16 und 18 Uhr gibt es zauberhaft vegane Kuchen und diverse Kaffees, inklusive Matcha-Latte und Tees. Ab 18 Uhr kann man direkt im Anschluss an den Kuchen, aus verschiedenen Burgern und Bowls wählen – sofern noch etwas in den Bauch passt. Bei schönem Wetter sitzt man entspannt in der Sonne, und kann einen nicht abreißenden Menschenstrom begutachten. Bei Regen und Kälte findet man im Inneren des HappenPappen eine sehr schöne und minimalistische Einrichtung und sitzt klein, fein und gemütlich. Sowohl draußen, als auch drinnen definitiv auszuhalten. Am Wochenende gibt es #breakfastalldaylong – in Form von verschiedenen Sandwiches, gefüllten Pfannkuchen, Porridge und sehr sehr vielen weiteren veganen Leckereien. Wir haben eine fette Bowl gefuttert und waren wirklich pappsatt und sehr glücklich danach.

HappenPappen / Feldstrasse 36 / 20357 Hamburg

 

Unfassbar gute Burger bei Otto’s Burger
Haltet eure Schlüpfer fest, denn jetzt wird’s wild. Wohl mit die besten Burger, die wir jemals gegessen haben (es waren einige!), sind uns hier zwischen die Kiefer gekommen. Wir haben eine der vier „Hamburger“ Filialen besucht und wollten gar nicht mehr gehen. Die Pommes… Oh Gott, wir können gar nicht drüber reden. Die waren SO! GUT! Dazu gab es nach Empfehlung unserer reizenden Begleitung Franzi von Mit Vergnügen die Parmesan-Mayo und TRÜFFEL-MAYO. Und selbst, wenn man die Pommes sehr gut und sorgsam von allen Seiten ordentlich mit Soße bearbeitet hat, waren sie immer noch knusprig. Der Burger war saftig, kam im fluffigen Gewand eines Brioche Buns, hatte also auch eine süße Note und schwomm in Käse. Die Karte ist übersichtlich und alle Produkte sind frisch, lokal und bio. Durch das wechselnde Menu gibt es trotzdem immer wieder kreative Überraschungen – es können sogar schon mal getrüffelte Mac N Cheese auf der Karte stehen. Und spätestens jetzt wisst ihr, warum uns ganz warm überall wird. Natürlich gibt es auch vegane Burger – sogar zwei, so dass man sich nicht fühlt, als würde man als Veganer*in einen Kompromiss bestellen, sondern kann auch hier einfach nach individuellen Vorlieben wählen. Geiel. <3

Otto’s Burger Lange Reihe / Lange Reihe 40 / 20099 Hamburg
Otto’s Burger Ottensen / Bahrenfelder Straße 175 / 22765 Hamburg
Otto’s Burger Schanze / Schanzenstraße 58 /20357 Hamburg
Otto’s Burger Grindel / Grindelhof 33 / 20146 Hamburg

 

Lecker Fisch im Cölln’s
Das Cölln’s, so wie es jetzt ist, hat 2017 als neues Restaurant der Mutterland Delikatessen Geschäfte wiedereröffnet (s. oben!). Das erste Mal öffnete das Cölln’s 1760 seine Türen und ist somit die älteste Austernstube Deutschlands. Ab diesem Zeitpunkt wurde in den heiligen Souterrain-Hallen mit Fisch und Meeresfrüchten gehandelt. Das Restaurant besteht aus vielen kleinen Separées, es lässt sich also einerseits schön sitzen und zum anderen ist es auch noch sehr cosy und ruhig – deshalb ist das populäre Cölln’s aber oft auch ratzifatzi ausgebucht. Man sollte von Frühstück bis Abendessen alle Mahlzeiten in sich hineinfuttern, die fast ausschließlich regionalen und saisonalen Zutaten verstehen sich von selbst. Wir hatten Spargelsalat mit dem frischesten und leckersten Räucherlachs der Welt, dazu phänomenale Austern und eine Bärlauchsuppe mit übertrieben zarten Pulpo – ganz ehrlich: ob wir schon einmal so butterweichen Pulpo gegessen haben, ist und bleibt fraglich. Vielleicht war der ja aus der Ostsee. Abgerundet wird alles mit großartigem Service und tollem Wein. Wir sind immer noch hin und weg. Besonderer Hingucker: die rund 30.000 handbemalten Fliesen von 1760. 

Cölln’s / Brodschrangen 1-5 / 20457 Hamburg

 

Der permanente Pop-up-Store „B-Lage“

Die B-Lage im Herzen des Schanzenviertels ist so cool wie das Viertel selbst. Wir sind durchgelaufen und hatten ständig dieses “Haben-wollen” Gefühl, welches sich bei uns sonst eher selten einstellt. Der Shop von Vanessa Janneck ist DIE Anlaufstelle für nachhaltige Design- und Gedöns-Liebhaber*innen. Neben Events gibt es auf der sehr schön gestalteten Ladenfläche allerhand zu entdecken: Kosmetik, Handwerk, Klamöttchen, Keramik und Schmuck sind nur einer kleiner Teil der (meist Hamburger) Schätze, die hier erworben werden können. Das Sortiment wechselt monatlich durch, weswegen das Konzept als “ständiger Pop-up-Store bezeichnet wird. Clever! Wenn man wissen möchte, was die junge Hamburger Start-up-Szene gerade an tollen Produkten zu bieten hat, ist man mit einem Besuch in der B-Lage gut beraten.

B-Lage / Kampstraße 11 / 20357 Hamburg

 

Nachhaltig genießen bei den Genusshelden
Der Name ist Programm. Besonderes Augenmerk auf das Wort Held! Bei den Genusshelden, in der Mönckebergstraße in der schönen Altstadt von Hamburg, wird jeden Tag alles frisch gezaubert. Hier gibt es den ganzen Tag Frühstück in allen Farben, Formen und Geschmäckern, dazu gibt es Salate, Bowls, Suppen, Desserts und jede Menge Kuchen. Hungrig wird man den Laden nicht verlassen. Saucen, Dressings, Kuchen – werden alle frisch und vor Ort hergestellt und gebacken. Und es wird darauf geachtet, so wenig Zucker wie möglich zu verwenden. Finden wir persönlich ja HAMMER. Und für uns ein übertriebener Pluspunkt an einen eh schon top Laden.

Genussgelden / Mönckebergstraße 7 / 20095 Hamburg

 

Dieser Guide entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Mastercard.

Foto Credit: Paul Aidan Perry. (Auch sehr schön auf Instagram)
Bitte verwendet die Fotos nicht, ohne uns vorher zu fragen.

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Dieser Artikel wurde verfasst von IN SEARCH OF on Mai 30, 2018