IN SEARCH OF… Holbox, Mexiko – TAG 3

Maria, die schnellste Ratte von Berlin, hat sich im Morgengrauen der US-Wahl in Richtung Mexiko aus dem Staub gemacht. Genauer gesagt, nach Holbox, einer übertriebenen Sehnsuchtsinsel, nördlich von Cancun. So schräg der Name (Holbox), so schön ist es da dann wohl auch. Maria guckt zumindest gerade genau nach und versorgt uns täglich mit ihrer Sicht der Dinge. (Hier gibt’s Marias Berichte zu Tag 1, Tag 2 und Tag 4.

Wer will, kann sich auf IN SEARCH OF Instagram und Marias Instagram bis Montag Stories und Bilder zu den Metathemen Siesta + Fiesta reinziehen.

Meine liebsten Äffchense,

Ja, das war’s dann auch schon mit dem Heimweh. Ich komm nicht mehr zurück, sorry, nope, nein, niemals, vergesst es! NÖ!

Ich schreibe euch gerade mit einem zarten Pink im Taint… die Sonne geht irgendwo dahinten auf und ich bin trotz 4h Schlaf (Party mexikanischer Touristen unter meinem Fenster) herrlich entspannt und gut drauf. KÖNNTE am Paradies liegen. 

Ich hoffe, dass meine Nachricht heute durchkommt. Das Internet ist hier rudimentär ausgebildet. Grund: Auf Holbox sollen die Menschen entspannen und nicht arbeiten und außerdem ist alles ein riesiges Naturschutzgebiet und der Elektrosmog soll gering gehalten werden. Ohne Mist!

Gestern ging es nach einem ausgiebigem Frühstück (wir dürfen ja nicht vergessen, dass wir eigentlich des Essens wegen hier sind, nech!?) auf ein mittelkleines Boot. Mission: Die umliegende Flora und Fauna begutachten und auf Aussichtstürme klettern.

WAS ICH HEUTE ÜBER DIE TIERWELT GELERNT HABE

Es gibt keine einzige Katze und das hat einen guten Grund: Die kleinen Kacka fressen alles, was sich bewegt. Das würde die ausgeprägte Vogelwelt und die Schildkrötenfauna stark belasten. Hunde hingegen fressen nur, was sie sich an Touristentischen erbetteln.

Es gibt dafür Waschbären. Die sind wahnsinnig niedlich, aber nicht so geil für die Tierwelt, weil sie Eier fressen. Sie werden daher hier als Plage angesehen, also als eine sehr niedliche Plage.

Es gibt Krokodile. Oder kleine Aligatoren. Ich habe einen gesehen!

Es gibt Delfine. Im Meer. Ich habe welche gesehen!

Es gibt Fische. Auch im Meer. Ich habe welche gesehen!

Es gibt ganz viele Vögel. Große wie Flamingos, Pelikane, irgendwelche sehr großen weißen Vögel und welche, die nicht größer sind, als eine Maus. Ich habe alle gesehen!

Es gibt fliegende Fische. Habe ich auch gesehen.

Es gibt Rochen, die ebenfalls sehr hoch springen. Gesehen!

DER BOOTSAUSFLUG

Wir haben ingesamt drei Inseln auf der Yucatánstraßen-Seite abgeklappert. Hier trifft der Golf von Mexiko auf das Karibische Meer. Auf Grund des etwas wilderen Charakters des Golfs von Mexiko, ist das Meer hier nicht ganz so klar wie auf der Sandstrandseite der Insel. Dafür wimmelt es hier nur so vor Natur und seltenem Getier.

Das Boot war schön schnell und ich bin als Leo und Kate in einer Person direkt an die Spitze gerutscht und habe mir den Wind ins Gesicht klatschen lassen und bei Tiersichtungen ein wenig gefiept. Die 1. Insel dürfte man auf Grund der angesiedelten Vogelviecher nicht betreten, aber wir sind auf einen, extra für Naturschaulustige aufgebauten, mittelstabilen Turm geklettert und haben uns das schnatternde Spektakel aus ziemlich naher Nähe angeschaut. Dann ging es weiter über’s Meer auf eine andere, ziemlich große Insel, welche hauptsächlich aus Mangroven bestand (Holbox bedeutet auf maya-nisch übrigens „Schwarzes Loch“ – wegen den Mangroven). Auf dem Weg dahin gab es für mich massig Gründe zu fiepsen, denn das Meer wimmelte nur so vor Viehzeug: richtig echte Delfine und allerhand Getier tummelte sich vor unserem Transportmittel. Uh ha da ging mir das Herz auf. Ich meine, da wird einem bewusst: ich bin zwar schon groß, aber die Welt ist größer. Es gibt noch so viel zu entdecken.

Auf Insel Nummer zwei gab es eine frische Quelle inmitten von sehr viel Natur, welche wir mit Arschbomben beglücken durften. Das Wasser hatte Trinkwasserqualität und war unglaublich erfrischend. Ich hätte so ein Ding gerne in meinem Garten. Moment: Ich hätte gerne einen Garten. Es folgte eine kleine Bierstärkung an einer Bar mitten in der Pampa. 

Dann die 3. Insel: Insel Paradiso oder so. Sie wurde früher als Übernachtungsort für frisch Verheiratete „benutzt“#inseldelabums.

So langsam stellte sich in unser illustren Reisegruppe wieder ein Hüngerchen ein. Total happy, wegen viele Eindrücke und so, sind wir wieder zurück, um uns eine ordentliche Portion Pulpo (Oktopus) reinzuballern… wir konnten nicht ahnen, dass der Tag noch sehr pulpolastig werden sollte.

DIE ENTSPANNUNG

Es folgte die Siesta, welche ich an diesem Tag wirklich mehr als genossen habe. Ich bin zum Strand und habe aus ausgiebiges Entspannungsprogramm mit Kokosnuss und Margarita und allem Pipapo eingelegt. Ganze zwei Stunden habe ich nichts gemacht außer in die Ferne geglotzt und den Minimenschen aka. Kleinkindern beim plantschen zugeschaut. Das Wasser geht hier nämlich ca. 200m knietief türkis ins Meer, bis es schließlich an Schwimm-Tiefe gewinnt. Das ist gerade für kleine Menschen total praktisch oder für jene, die gerne in den Wellen liegend mit einem Drink in der Hand abchillen möchten. #approved.

DAS GASTROFESTIVAL

Auch heute ging es natürlich wieder auf’s Gastrofestival! Was gestern die Langusten waren, waren heute die Oktopusse. Thema des Abends: Pulpo. Ich war total am Ende. Total fertig und glücklich von der Sonne, habe ich mich an diesem Abend darauf konzentriert, mit den Leuten zusammen im Takt der heute sehr schlagerlastigen Musik zu schunkeln und Lächeln mit sich vorbeiquetschenden Leuten zu tauschen. Ich habe Leute getroffen, die Maya sprechen, eine aufgedonnerte Schlagersängerin in sehr hohen Highheels, welche akrobatisch durch den Sand und die Menge gestöckelt ist, 20329803 supersüße Kids, aufgedonnerte, händchenhaltende Teenies, interessante Chefs und natürlich wieder haufenweise Köter. Die Stimmung war wirklich extrem gut und herzlich.

Habe ich schon gesagt, dass ich hierbleibe?

<3

Muchas gracias Visit Mexiko für’s möglich machen! 💯

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Dieser Artikel wurde verfasst von Maria on November 14, 2016