Purgal & Kelm: Berlin Catering goes Supper Club

Purgal & Kelm Catering sind anders, also gut anders! Wir sind in unserer Berlinkarriere auf ganz schön vielen Events rumgehoppelt und haben alle Catering-Häppchen katalogisiert, die man so essen kann. Mission Foodbloggen ist immer am Start, wir opfern uns für die Mission und essen auch so komisch an den Ecken angetrockneten Schwitzkäse. Catering hatte ja lange einen schlechten Ruf und wurde sofort mit Mettigeln, Tabletts aus Aluminium und Edamer-Oliven-Spießen assoziiert. Und mit Konfirmationen und Betriebsfeiern. Um so erfreulicher ist es, wenn da plötzlich ein Catering um die Ecke kommt, das mit Aromen und außergewöhnlich guten Happen positiv punkten kann. Weil Catering aber auch eben bedeutet, dass man als Gastronom*in sich ausschließlich an den Wünschen der Kunden orientieren muss, hatten unsere Freunde Cze Purgal und Henning Brauer die unfassbar leckere Idee, alle paar Wochen – meist so ein Mal im Monat– einen Supper Club zu veranstalten, was uns besonders freut, denn so kommen auch Leute in den Genuss ihrer ausgezeichneten Kochkünste, auch wenn kein PR Event oder Hochzeit ansteht.

Da Supper Clubs immer anders sind, können wir Purgal & Kelm natürlich nicht genau so vergleichen wie andere Restaurants. Die Locations wechseln regelmäßig, sind aber immer besonders hübsch anzusehen. Wir durften mittlerweile bei zwei Supper Clubs dabei sein und haben beide Male sehr gestaunt. 

 

Wer macht’s?
Wer in Berlin gerne essen geht, der wird die beiden kennen: Henning Brauer war zuletzt im Horvath, im Sage Restaurant und Pfefferbräu tätig. Der Typ kennt sich also aus. Cze Purgal wuselt gekonnt durch die Beuster Bar, hat für die Panoramabar und im Grill Royal geackert und ist eh ziemlich sehr toll und weiß einfach, was sie da macht. Ganz früher war sie außerdem Inhaberin des Tin am Paul-Lincke-Ufer, das 2012 kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes geschlossen hat. Wir sind auf jeden Fall harte Fans und sehr, sehr, sehr stolz auf die beiden. 

Wie is die Atmo? 
Supper Clubs gefallen uns nur selten. Entweder sind sie zu intim und man sitzt plötzlich mit wildfremden Leuten in einer winzigen Wohnung und muss sich ein Gespräch aus den Rippen schneiden, oder sie sind so brutal durchorganisiert, dass man sich ernsthaft fragt, ob hier gerade für den Opernball trainiert wird. Eine entspannte Atmosphäre hängt nicht nur von der Location ab, sondern auch vom Service und komischerweise auch vom Vibe in der Küche. Der wird durch den Service nämlich auch buchstäblich zu den Gästen getragen und somit kann eine grantige Küche schon mal einen ganzen Abend versauen. Davor müsst ihr beim Purgal & Kelm Supper Club allerdings keine Angst haben, denn die Stimmung ist hier tatsächlich durchweg ausgezeichnet. Cze schafft es, den Service in einer Gelassenheit und gleichzeitig in einer Professionalität zu führen, die wir schon sehr oft anderorts schmerzlich vermisst haben. Flutscht einfach. Wir durften natürlich auch in die Küche luschern und fanden es ehrlich gesagt recht muckelig dort. Richtig, in einer Küche, die gerade 50 Essen gleichzeitig vorbereitet. Richtig, eigentlich sollte man hier den totalen Stress erwarten, Gebrülle, ab und zu sogar Geschubbse oder Elbowchecks. War aber nicht so. Die Crew um Henning kommuniziert mit wenigen Worten, jeder Griff sitzt und fast wirkt es so, als hätten die das vorher schon geübt. #dieschummelndoch

Was gibt’s zu futtern?
Bei beiden Supper Clubs, die wir bisher besuchen durften, gab es ein festes Menü, auf Wunsch auch vegetarisch. Die Gerichte erinnerten vom Geschmack und der Aufmachung eher an fine dining, allerdings waren die Portionen größer (hehe). Es ist also eine perfekte Symbiose aus deftiger und gehobener Küche, was uns persönlich sehr zusagt, da wir unser Essen ungern mit der Lupe auf dem Teller suchen. Wir konnten endlich mal gebackene Wassermelone probieren, aßen uns durch einen Auberginenturm und versanken im leckersten Dessert aller Zeiten. Der wohl wichtigste Aspekt bei einem gesetzten Dinner ist die Wartezeit zwischen den Gängen. Ist sie zu kurz, beschweren sich die Raucher*innen, ist sie zu lang, beschweren sich alle. Bei Cze und Henning waren die Pausen zwischen den Gängen perfekt. Beim Besuch der Supper Clubs merkt man, dass hier Leute ein richtig gutes Event veranstalten, die einfach Bock dazu haben, ein richtig gutes Event zu gestalten und richtig geil zu kochen. So landen eben nur Speisen auf den Tellern, auf die die Küche Bock hat. Dass das dann besonders lecker wird, müssen wir an dieser Stelle wohl nicht extra erklären. Besonders sehr doll fetzt allerdings die Auswahl der Weine. Bei ihren Cateringaufträgen sind die beiden natürlich superflexibel und können ihren Kunden von herzhaft und deftig bis fine dining so ziemlich alles bieten, was der Magen begehrt. 

 

 

Preise
€€€€€

Purgal & Kelm Catering
Wechselnde Locations

Reservierung unter hallo@purgalundkelm.de. Den nächsten Termin erfahrt ihr hier

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Dieser Artikel wurde verfasst von Sophia on August 21, 2017