Ramen x Ramen: (Vegan) Ramen in Friedrichshain

Kaum etwas ist so schön wie eine gute Suppe. Die Mutter aller Suppen ist die japanische Ramen Suppe, die in gefühlt 500 Varianten daherkommt und immer ein Merkmal aufweist: Umami. Umami ist der 5. Geschmack und macht alles einfach ein bisschen geiler. Viele kennen den Effekt sicher vom Glutamat, was hierzulande ja reichlich verschrien ist, weil es vielen menschen nicht besonders gut bekommt und auf den Magen schlägt. Umami findet sich in der Natur hauptsächlich in der Kombu Alge, einer der wichtigsten Zutaten jeder japanischen Brühe, auch Dashi genannt. Ohne Dashi geht in der japanischen Küche fast nix, denn die Brühe ist die Grundlage für viele Speisen und gibt ihnen den bekannten Wumms oder eben das Umami. Dashi wird aus den oben erwähnten Kombu Algen und Bonitoflocken hergestellt, was nun wirklich nicht vegan ist, denn Bonito ist getrockneter Fisch. In der veganen Variante verwendet man Shiitake-Pilze, die einen ähnlichen Effekt haben. Trotzdem ist es ziemlich schwer, eine gute vegane Ramen zu finden. Entweder ist die Brühe mit Bonito oder die Nudeln mit Ei oder es wird ganz auf Schweinebauch gesetzt. Ist sicher lecker, kann und will aber nicht jede*r essen. 

Im Ramen x Ramen ist man sich dieser verflixten Situation bewusst und hat eine ziemlich geniale Idee gehabt: Hier gibt es sogar eine extra Karte nur mit veganen Gerichten. Ob Vorspeise, Ramen oder Don, eine Schale mit Reis und unterschiedlichen Toppings, es bleibt beinahe kein Wunsch offen. Das haben wir uns natürlich genauer angeschaut und uns einmal durch die komplette Karte gefuttert. 

 

Ambiente
Mit dem Wort „authentisch“ soll man ja eher vorsichtig sein, denn das kann gut und gerne in die Hose gehen. Hier erinnert aber wirklich vieles an ein traditionelles Ramen Restaurant aus Tokio, es ist nur ein bisschen mehr Platz. Wer mag, kann sich direkt an die lange Bar an der Küche setzen und den Küchenfeen dabei zuschauen, wie sie Brühe, Öl, Toppings und Pasten in eine Schüssel geben und die leckeren Suppen entstehen. Am Fenster ist es aber auch super, denn hier kann man den Blick nach draußen schweifen lassen und sich die schönen Menschen im Friedrichshain anschauen. Kurze Zwischenfrage: seit wann sind denn bitte die Leute so sexy in Friedrichshain? Was’n da los? Bei schönem Wetter kann man sogar draußen sitzen und ist den schönen Menschen noch näher. <3

Service 
Beim Betreten des Restaurants werden wir sofort sehr freundlich begrüßt. Da unser Tisch noch nicht frei ist, warten wir an einem anderen Tisch, bekommen Tee und werden ständig auf dem Laufenden gehalten, wie es denn mit unserem Tisch aussieht. Wir mussten auch nicht lange auf unser Essen warten, vergessen wurde auch nichts. Auch an den anderen Tischen war der Service zackig und freundlich. 

Food
Ein großes Plus ist natürlich die Eingangs schon erwähnte vegane Karte. Somit können Menschen, die sich tierfrei ernähren, ganz easy einfach das aussuchen, was ihnen schmeckt. Die vegane Tantan war würzig, was sie auch unbedingt sein sollte, denn hier geben sich Miso, Chili, scharfer Tofu (Schweinefleisch in der unveganen Variante) und Sesampaste die Schüssel in die Hand. Wir mögen es gerne besonders kräftig, also könnte die für unseren Geschmack sogar noch mehr Wumms haben. Die Seitan Ramen schmeckte der Begleitung Lisa sehr gut. Wir finden aber, dass die Suppen ruhig etwas reichhaltiger ausfallen können. Es scheint fast so, als ginge man hier auf Nummer Sicher und als würde man dem deutschen Gaumen nicht allzu viel zutrauen. Das Ding ist aber, dass man ruhig mutig sein kann. Besonders lecker waren aber die Vorspeisen, die den Suppen fast schon ein bisschen die Show stehlen. Ob vegane Gyoza, Kartoffelsalat oder frittierte Bällchen, wir waren ganz verrückt nach den Startern. Mit Abstand die besten Vorspeisen in einem Berliner Ramen Restaurant. Lasst uns über die Nudeln sprechen. Anders als so manch anderer Ramen Hotspot kommen die Nudeln hier nicht aus der Tiefkühltruhe, sondern werden im Keller selbst gemacht. Dafür wurde extra eine Nudelmaschine aus Japan importiert. Eine anstrengende Geschichte, die sich aber wirklich gelohnt hat. Die Nudeln sind schön dünn, haben Biss und einen ausgezeichneten Geschmack. Wir wollen uns ein Bett aus den Nudeln bauen, unsere Körper damit schmücken und vor allem nie wieder etwas anderes essen. Nudeln!

 

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Mitesserin Lisa Trautmann <3

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Ramen x Ramen

Gabriel-Max-str. 2
Berlin, Germany

Bahnhof: S-Bahnhof Ostkreuz, Tram M13 Simplonstr.

Preise
€€€€€

Fleisch / Veggie / Vegan

Öffnungszeiten
Mo – So: 12:00 – 0:00 Uhr 

Wir wurden von Ramen x Ramen eingeladen. 
Foto Credits: Sophia Giesecke. Bitte benutzt die Fotos nicht, ohne vorher zu fragen. Merci.

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Dieser Artikel wurde verfasst von Sophia on April 14, 2018