Rezept: Onigirazu Sushi Sandwiches

Oh Internet, du wundervoller Ort! Ohne dieses Internet wüssten wir nicht, dass es Ziegen gibt, die wie Usher klingen, wir hätten noch nie etwas von Memes gehört und wir hätten keinen blassen Schimmer, dass Onigirazu existieren. Onigirazu sind eine Kombination unser absoluten Lieblingsspeisen, weswegen wir in spontane Kreischanfälle verfallen sind, als wir diese leckeren Sushi Sandwiches im Internet entdeckten.

Das Prinzip ist eigentlich Pipi-einfach: Man nehme ein Norialgenblatt, fülle es mit Reis und anderem Krempel nach Wunsch, falte das Noriblatt zusammen und ZACK gibt’s auch schon was zu futtern.Wir finden, Onigirazu ist das perfekte Essen, um Freunde zu bespaßen. Zugegeben, man muss vorher ein bisschen was vorbereiten und schnippeln, dann ist es aber für alle Anwesenden ein Riesenspaß.

Weil wir in illuster Runde eben auch gerne ein paar Gläser Wein trinken, können wir an dieser Stelle den wirklich ausgezeichneten Coup De Folie empfehlen, einen Rosé aus der Serie „Les Fantaisies de Capion“ vom Château Capion aus dem Süden Frankreichs, genauer gesagt dem Languedoc. Fleißige Leser*innen unseres Blogs wissen natürlich längst, dass es sich bei den AOP- und IGP-Weinen des Languedoc um Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung und geschützter geografischer Angabe aus dem Languedoc handelt. Das Languedoc ist das größte zusammenhängende Weinanbaugebiet Frankreichs. Irre. Mehr Infos zu dieser spannenden Region und ein Rezept als Begleitung für einen Rotwein findet ihr übrigens hier

Der Coup De Folie ist ein frischer Rosé, den man gut wegtrinken kann und der wirklich ganz ausgezeichnet zu frischen Gemüse und den nach Meer schmeckenden Noriblättern in unseren Onigirazu passt. Wirklich eine sehr gelungene Kombination. 

 

Der Fantasie sind bei der Befüllung der leckeren Sushi-Taschen keine Grenzen gesetzt. Wir haben drei Variationen kreiert, die alle eine unterschiedliche Kernkomponente haben. Ein Sojafreies Onigirazu mit gebratenen Pilzen, eins mit fruchtigem Tempeh und ein „Frühstücksonigirazu“ mit Tofu-Omlette. 

Grundzutaten für eine Onigirazu Party (für 4 Personen):

  • Sushi-Reis
  • 1 Packung Norialgenblätter
  • etwas Frischhaltefolie 
  • Blattspinat, gewaschen 
  • Sriracha Mayonnaise
  • (veganer) Kaviar 
  • 1 Avocado, in Streifen geschnitten
  • 1 große Karotte, in dünne Streifen geschnitten
  • 1/2 Gurke, in dünne Streifen geschnitten
  • 1 eingelegter Rettich, in dünne Streifen geschnitten 
  • Frühlingszwiebeln, in 4 cm lange Streifen geschnitten
  • Radieschen, in dünne Scheiben geschnitten
  • eingelegter Ingwer 
  • Wasabi 
  • schwarzer Sesam

Die Grundlage für alle Sushi Sandwiches ist der Reis. Es gibt diverse Anleitungen dazu, wie man richtig Sushi-Reis kocht, und manchmal gelingt es sogar. Unser Sushi-Reis ist noch nicht perfekt, aber wir arbeiten daran. Wer seine Sandwiches noch mit ein wenig mehr B-Vitaminen vollpumpen möchte, kann auch Naturreis verwenden – der wird dann aber eher locker flockig und klebt nicht so gut.

Zutaten Sushi-Reis (für 4 Personen)

  • 250 g Sushi-Reis 
  • 3 EL Reisessig
  • 1 EL Mirin
  • 2 TL Zucker
  • 1 TL Salz

Zubereitung 

Sushi-Reis ordentlich waschen. Das geht am besten in einem Sieb. Das ablaufende Wasser muss klar sein, erst dann ist man durch mit dem Thema. Anschließend sollte der Reis noch etwa 20 Minuten in dem Sieb abtropfen. 

Den Sushi-Reis mit 500 ml Wasser in einen Topf geben und ohne Deckel zum Kochen bringen.

2 Minuten offen kochen, anschließend zugedeckt 20 Minuten auf der ausgeschalteten Herdplatte quellen lassen – Reis möglichst in Ruhe lassen. Kein Rühren oder „mal kurz nachgucken“.

Topf vom Herd nehmen, Deckel ab und den Reis mit einem Küchentuch bedecken und weitere 10 Minuten stehen lassen.

Reisessig und Mirin mit Zucker und Salz bis kurz vor dem Siedepunkt erwärmen, dabei rühren, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Sushi-Reis in eine Schüssel geben und mit dem Essiggemisch nach Geschmack würzen. Der Sushi-Reis wird noch ordentlich Gewürze ziehen, also nicht erschrecken, sollte er anfänglich etwas säuerlich schmecken. Sushi-Reis etwas verteilen, damit er schneller abkühlt. In einer Holzschüssel mit einem Holzlöffel klappt das besonders gut. Den Sushi-Reis vollständig abkühlen lassen und bis zur Weiterverarbeitung mit einem feuchten Küchentuch bedecken. Wenn er wieder gebraucht wird, sollte er Zimmertemperatur haben.

 

 

BREAKFAST ONIGIRAZU MIT TOFU-OMLETTE

Zutaten (für 4 Personen) 

  • 500g Tofu (oder eine Packung)
  • 5 EL helle Sojasauce
  • 5 EL Wasser
  • 3 EL Mirin
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 1/2 EL Kala Namak
  • 1 TL Kurkuma (Pulver) 
  • Öl zum Braten

Zubereitung 

Tofu mit einem Küchentuch trocken tupfen und in ca. 0,5 cm breite Scheiben schneiden. Flach in eine Schüssel oder Dose legen.

In einer weiteren Schüssel alle restlichen Zutaten miteinander vermengen und über den Tofu geben. 

Den Tofu im Kühlschrank mindestens zwei Stunden marinieren, besser über Nacht. 

Tofu in einer Pfanne auf mittlerer Stufe in etwas Öl und etwas Marinade auf beiden Seiten anbraten. Der Tofu sollte leicht gebräunt, aber nicht knusprig sein. 

Für das Onigirazu ein Noriblatt auf Frischhaltefolie legen, diagonal dazu den Reis in einem ca. 5 cm großen Quadrat auf das Noriblatt legen. Hier gibt es eine Anleitung zum Befüllen und Falten

Dann mit Frühlingszwiebeln, dem Tofu, Avocadostreifen, veganem Kaviar, Radieschen und Blattspinat belegen. Mit Reis bedecken, falten, mit der Mayonnaise und etwas schwarzem Sesam garnieren, fertig. 

 

GRÜNER WIRD’S NICHT PILZ ONIGIRAZU

Zutaten (für 4 Personen) 

  • 100 g frische Shiitakepilze
  • 400 g frische Austernpilze
  • 2 EL dunkle Sojasoße 
  • schwarzer Pfeffer
  • Öl zum Braten 

Zubereitung

Pilze nicht waschen. Vorsichtig mit einem kleinen Messer eventuelle Erdreste abkratzen. Dann Shiitake- und Austernpilze in Scheiben schneiden.

In einer Pfanne in Öl auf mittlerer Stufe anbraten. 

Mit dunkler Sojasoße und Pfeffer abschmecken. Das kann ruhig etwas intensiver ausfallen, wird ja mit allerhand Krimskrams später gemischt. 

Wir geben die Sojasoße immer schon zum Anfang mit in die Pfanne. 

Für die Onigirazu wie gehabt mit Reis beginnen. Dann ordentlich Pilze, Avocado, Karotten, eingelegter Rettich drauf. Mit ordentlich Spinat bedecken und dann OHNE eine zweite Schicht Reis alles falten – das Teil wird low-carb!

Wer mag, baut die Mayonnaise schon direkt mit in das Sandwich ein. 

 

TEMPEH SÜSS-SAUER ONIGIRAZU

Zutaten (für 4 Personen) 

  • 1 Packung Tempeh 
  • Saft von 3 Orangen
  • 4 EL helle Sojasoße
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 2 EL Reisessig
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Chili oder etwas Sambal Oelek 
  • 2 TL geriebener Ingwer
  • Sesamöl zum Braten 

Zubereitung

Alle Zutaten außer den Tempeh und das Sesamöl in eine breite Schüssel oder eine Dose geben und gut miteinander vermengen.

Tempeh in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und zur Marinade geben. 

Tempeh im Kühlschrank mindestens zwei Stunden marinieren, besser über Nacht. 

In einer Pfanne den Tempeh auf beiden Seiten knusprig braten. Vorsicht, der brennt schnell an, also lieber eine geringe Hitze einstellen. 

Dann etwas von der Marinade in die Pfanne geben (oder die komplette Marinade, wenn alle Tempehstreifen in einem Rutsch gebraten werden) und die Soße reduzieren, bis nix mehr übrig ist und die Tempehstreifen mit einer klebrigen Schicht umhüllt sind. 

Für die Onigirazu wie gehabt mit Reis beginnen. Dann mit Frühlingszwiebeln, Tempeh, ordentlich Gurkenstreifen, Avocado und Spinat belegen.

Diesmal kommt wieder eine Decke aus Reis oben drauf. Falten, fertig. Schmeckt besonders gut mit Wasabi. 

 

In freundlicher Zusammenarbeit mit Languedoc Wines. Foto Credits: Sophia Giesecke.

Stichwörter: , , , , ,
Kategorisiert in:
Dieser Artikel wurde verfasst von IN SEARCH OF on Dezember 19, 2017