REZEPT: VEGAN PEANUT PAD THAI

Erdnusssauce ist die Flüssigkeit, die durch unsere Venen fließt. Wir weinen Erdnusssauce, wir schwitzen Erdnusssauce, wir taufen mit Erdnusssauce unsere Kinder und Haustiere. Erdnusssauce macht nicht nur schön, sondern auch schlau und sexy.

Pad Thai kennt fast jeder und erfreut sich wahnsinniger Beliebtheit – auch bei uns. Darum haben wir uns gedacht, dass wir pünktlich zum neuen Jahr unsere ganz eigene Interpretation dieses Thai-Imbiss-Klassikers nachkochen. Denn 1. weiß man so, was drin ist und 2. kann man es in sehr großen Mengen kochen und sich und Freunde wahnsinnig lecker verköstigen.

Unsere superschlauen Leser*innen wissen natürlich, dass Pad Thai ja eigentlich mit Tamarindensauce und Fischsauce gemacht wird. Euch kann man eben nix vormachen, ihr Superbrains. Kann man natürlich auch so machen, dann ist es aber eben nicht mehr vegan (wegen Fischsauce, wissta bescheid) und außerdem wollten wir uns auch mal wieder etwas ausdenken und wir hatten einfach wahnsinnige Lust auf Erdnussbutter. Wir verwenden in diesem Rezept übrigens die gute alte Pindakaas, ganz krasse Ökis können aber auch Erdnussmus aus dem Bioladen verwenden oder sich mit Hilfe ihrer Küchenmaschine ihre Erdnussbutter einfach selber machen. Wir sind ja faul, also kaufen wir für ein Rezept nie mehr als in zwei verschiedenen Geschäften ein. Wer hat bitte die Zeit, tagelang in irgendwelchen Spezialgeschäften nach dieser einen Knolle zu suchen, ohne die das Rezept auch absolut gar nicht funktionieren würde? Wir auch nicht.

Pad Thai ist eigentlich nichts anderes als gebratene Nudeln, also das perfekte Soulfood im Winter, bei PMS oder in der ekelhaft anstrengenden Prüfungsphase.

Wir haben außerdem versucht, das Rezept so einfach wie möglich zu halten, ganz Experimentierfreudige können die ganze Schose aber noch mit Bambussprossen, Koriander oder Spinat aufpimpen. Hatten wir aber alles nicht da, und es hat auch so ganz ausgezeichnet geschmeckt.

 

ZUTATEN (FÜR 4 PERSONEN)

Für die Sauce

  • 100ml Wasser
  • 100ml Erdnussbutter oder Erdnussmus
  • 100ml helle Sojasauce
  • 40ml Zuckerrübensaft
  • 20ml Sesamöl
  • 20ml Reisessig
  • 20ml Sambal Oelek

Außerdem

  • 200g Reisbandnudeln, mitteldick
  • 100g Zuckerschoten
  • 2 Karotten
  • 1 rote Paprika
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 2 große Zehen Knoblauch
  • Ingwer (sollte die gleiche Menge wie der Knoblauch sein)
  • Schwarzer Sesam zum Garnieren
vegan peanut pad thai

Zutaten für die Sauce

ZUBEREITUNG

Alle Zutaten für die Sauce in einem hohen schmalen Gefäß mit einem Löffel zu einer glatten Sauce vermengen. Wir haben es erst mit einer normalen Schüssel versucht, klappt aber nicht, da die Erdnussbutter sich so einfach nicht mit den flüssigen Zutaten vermengen wollte. Dieses Rezept ist eher mild, da ja nicht jede*r Schärfe so gut abkann. Wir haben für uns die doppelte Menge Sambal Oelek verwendet, da wir es gerne scharf mögen. Schmeckt also ruhig ab und probiert mit der Schärfe etwas herum.

 

vegan peanut pad thai

Die Karotten und die Paprika in feine Streifen schneiden. Weil ihr gerade so schön dabei seid, könnt ihr auch gleich die Zwiebeln in hübsche Ringe schnippeln, den Ingwer und den Knoblauch sehr fein hacken und die Zuckerschoten in ca. 1 cm breite Stücken schneiden.

Die Nudeln in siedendes Wasser geben und nach Packungsangabe bissfest kochen. Unsere Nudeln brauchten laut Packung 3 Minuten, wir haben sie nach 2 1/2 Minuten abgetropft und sogar abgeschreckt, da sie sonst beim Braten zu matschig werden und das will wirklich niemand.

In einem Wok (oder einer weiten Pfanne mit hohem Rand) Ingwer, den weißen Teil der Zwiebeln und den Knoblauch in Sesamöl anbraten, die Karotten- und Paprikastreifen dazugeben und alles kurz anbraten. Jetzt die gekochten Nudeln und die Sauce mit in die Pfanne (oder den Wok. Notiz an mich: Wok kaufen!) geben und alles gut vermengen und auf mittlerer Stufe garen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Jetzt die Zuckerschoten dazugeben und alles auf voller Hitze anbraten. Auf einem Teller anrichten, mit den restlichen Frühlingszwiebeln und dem Sesam garnieren und aufessen.

Fotocredits: IN SEARCH OF.

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Dieser Artikel wurde verfasst von Sophia on Januar 9, 2017