Rezept: Vegan Truffle Risotto

So, nach einer kurzen Pause wird es endlich wieder lecker hier auf „IN SEARCH OF“. Wir waren kurz abwesend, sorry! Der Sommer hat mit unserem Zürichtrip einen wunderbaren Abschluss gefunden (FIBER Gang!), wir haben auf der IFA diverse Workshops geschmissen, Herzen wurden gebrochen und dann gab es auch noch Nachwuchs! Drei Wochen ist die kleine Rūbi jetzt bei uns. Rūbi ist eine kleine Welpenlady, die über den wunderbaren Fellnasen e.V. ihren Weg aus Bulgarien zu uns gefunden hat. Wir sind im (schlaflosen) Glück und und haben uns wahrlich noch nie so sehr über einen dicken Haufen auf der Straße gefreut, wie zur Zeit des Stubenrein-Trainings.

Bei all dem Tohuwabohu kam der Blog ein wenig zu kurz. Wir leiten den wunderbaren goldenen Oktober mit einem leckeren Risotto Rezept ein, welches das Wort „Herbst“ geradezu herausbrüllt und wie ein bunter Blätterwald Wohlbehagen in die Magengrube bringt. Dit raschelt im Kopf, dit macht glücklich und: SATT!

In Zürich haben wir uns durch die komplette Stadt gefuttert und als krönenden Abschluß die Foobie Party gleich gegenüber vom Street Food Festival mit vereinten Foodblogger Kräften geplündert. Foobie ist eine gigantische Party des Food Zurich Festivals, auf der nicht nur tatsächlich ein (Panda-)Bär steppt, sondern auch die besten Köche Zürichs an ca. 80 Ständen zeigen, was sie können: So einiges. Alle Freunde der kulinarischen Rafinesse waren definitiv gut beraten, mit möglichst vielen Taschen, Tüten und Rucksäcken anzurücken, um so viele Leckereien wie möglich von der Foobie nach Hause mitbringen zu können. So, wie zum Beispiel Sophia „die Hamsterin“ Giesecke, die zu noch zu sehr späten Stunde einen prächtigen Sommertrüffel erwarb und seither glückselig nur noch schwebt, weil sie das absolute Superschnäppchen und beste Souvenir EVER geschossen hat.

foobie zurich foobie zurich

Sophia hat sich inzwischen übrigens fast komplett in den Veganismus verabschiedetet, weswegen wir ab jetzt häufiger vegane Rezepte zubereiten. Bei diesem Risotto haben wir ganz tief in die kulinarische Aromakiste gegriffen und euch ordentlich Umami auf den Teller gezaubert. Sommertrüffel und Trüffelöl sorgen für satte Aromen, der rote Pfeffer bringt etwas würzige Frische in das Gericht und der cremige Reis ist gut für die Seele. Dieses Risotto ist Luxus pur und perfekt, um ordentlich Eindruck zu schinden und eine anspruchsvolle Meute satt zu bekommen. Der Foobie Trüffel ist hier eindeutig der Star, kann aber auch durch eingelegten Trüffel aus dem Feinkostgeschäft ersetzt werden. Überhaupt gilt ja eigentlich wie immer: Wenn ihr eine der Zutaten nicht exakt so finden könnt, dann denkt euch Alternativen aus. So kann der rote Pfeffer auch durch schwarzen Pfeffer ersetzt werden, oder die Kräuterseitlinge durch Champignons, was dem Gericht zwar eine neue Richtung verleiht, es aber sicherlich nicht unleckerer macht. 

Die Kombination Trüffel(Öl) und roter Pfeffer ist in unserer Familie seit Jahren eine beliebte Kombi, allerdings verwenden wir es eher als Dip. Danke Mama, dass wir deine Idee hier einfach mal kopieren dürfen, auch wenn wir natürlich nicht gefragt haben.

Vegan Truffle Risotto

Zutaten Risotto (2 Personen)
200 g Risottoreis
1 Kräuterseitling
1 kleine Zehe Knoblauch
2 EL Olivenöl
2 Charlotten
12 g Sommertrüffel
150 ml halbtrockener Weißwein
400 ml Gemüsefond
3 EL Trüffelöl
3 EL Hefeflocken
1 TL roter Pfeffer
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zutaten Topping (2 Personen)
1 Kräuterseitling
3 El Olivenöl
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Kresse und ganzen roten Pfeffer zum Garnieren
 

Zubereitung Risotto
Den Trüffel brauchen wir am Stück, da wir ihn zunächst in sehr feine Scheiben schneiden . Wir benutzen dafür ein sehr scharfes Messer und lassen uns ganz viel Zeit, den Trüffel in hauchzarte Scheiben zu schnippeln. Die schönsten Scheiben legen wir beiseite, pro Person sind das ungefähr 4 Scheiben. Das sind dann ca. 1/3 der gesamten Menge an Trüffels, die wir so präparieren, den Rest hacken wir sehr fein. Einen Kräuterseitling, und die Charlotten in sehr feine Würfel schneiden. In einem großen, weiten Topf das Olivenöl erhitzen und die Charlotten, den gewürfelten Kräuterseitling, gehackten Trüffel und sehr fein gehackten Knoblauch glasig anschwitzen. Den Risottoreis dazugeben und ebenfalls glasig werden lassen. Alles mit ordentlich Weißwein löschen und auf mittlerer (eher in Richtung klein) Hitze langsam reduzieren, immer wieder umrühren. Wenn der Weißwein vollständig eingekocht ist, nach und nach mit Gemüsefond aufgießen. Immer nur eine Kelle, rühren, und Risotto eindicken lassen, bevor ihr die nächste Kelle dazu gebt. Das dauert ziemlich lange, also nicht entmutigen lassen! Die gewünschte Konsistenz ist sehr cremig, aber nicht matschig, der Reis hat noch etwas Biss, knurpst aber nicht zwischen den Zähnen. Zum Schluss mit dem Trüffelöl (das darf nicht zu heiß werden!), gemahlenen roten Pfeffer und Hefeflocken vermengen, ggfs. mit Salz und Pfeffer abschmecken (uns war es durch den Gemüsefond und den roten Pfeffer würzig genug) und sofort servieren. 

Zubereitung Topping
Kräuterseitling längs in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. In einer kleinen Pfanne ordentlich Olivenöl erhitzen und die Pilzscheiben auf hoher Hitze braten. Nach ca. 3 Minuten wenden (guckt lieber nach, die Pilze sollten goldbraun sein). Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Risotto auf einem Teller anrichten, mit jeweils 2 Kräuterseitlingscheiben belegen sowie mit roten Pfefferkörnern, den übrigen Trüffelscheiben und Kresse garnieren. 

 

Vegan Truffle Risotto Vegan Truffle Risotto

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Dieser Artikel wurde verfasst von IN SEARCH OF on Oktober 17, 2017