EAT THE HYPE: SALMON & TUNA POKE BOWL REZEPT

Mit den Foodtrends ist das ja immer so eine Sache: Dort drüben in den US und A fängt es an und der Trend verbreitet sich explosionsartig. Das Internet wird zugeschmoddert mit Froyo, Hotdogs oder Green Juices, überall tauchen neue Hashtags auf, neue Diäten machen die Runde und plötzlich essen alle Blogger*innen nur noch grün, rot oder gelb. Alle wollen es, alles lieben es, nur hier in Europa checkt mal wieder niemand etwas – vorerst. Ein paar Monate nachdem der Trend seinen amerikanischen Zenit erreicht hat und da langsam Mainstream wird, erreicht er Berlin, endlich!Genau das können wir gerade beim Poké (gesprochen POH-kay) Bowl Hype beobachten. Plötzlich sind alle ganz scharf auf diesen merkwürdigen „Sushi Salat“, der im Übrigen gar nicht aus Japan. sondern aus Hawaii kommt. Wieder was gelernt.

Also sabberten wir all die tollen Videos an, die plötzlich durch das Internet geisterten und diverse Aufrufe von uns, jemand möge doch bitte endlich mal einen Poké Laden in Berlin eröffnen, blieben unerhört. Müssen wir also mal wieder selber ran. Gemeinsam mit unserer geliebten Ailine und MWLC (mother we like to cuddle) Andrea von „Two Foodies Eating“ schmiedeten wir den Plan, Poké nach berlin zu holen. Also schnappten wir uns noch 2 1/4 Lieblingsmenschen und legten los.

Wir haben richtig fett eingekauft, um die Stanni-Bowl ein wenig Mastermäßig zu pimpen. Zugegeben, die Zutatenliste ist lang, allerdings empfiehlt es sich durchaus, es uns gleichzutun und sich zu 6 1/4 zusammen zu finden und eine Poké Party zu schmeißen. Jede*r bringt etwas mit und hilft etwas – das schont Geldbeutel und Nerven.

Poké Bowls funktionieren nach dem Baukastenprinzip: auf eine Base aus Reis und/oder Salat kommen Fisch und diverse Toppings. Besonders abgeflippte Geschmacksexperten können eigentlich JEDES Topping auf die Grundbasis schmeißen, das sie gut finden. Wir haben uns dazu entscheiden, einfach alle Zutaten auf den Tisch zu stellen, denn so konnte jede*r eine eigene Kreation entwerfen. Fast wie Kindergeburtstag, nur mit mehr Wein.

poke bowl in search of

Zutaten (für 6 Personen)

Base:
– 500g Sushireis*
– 4 EL Reisessig*
– 2 EL Zucker
– 1 TL Salz
– 1 Packung junger Pflücksalat

Fisch:
– 650g Coho Wildlachs**
– 2x 340g Thunfischfilet »SAKU-Block«**
– 1 Teil Sojasauce (ca. 5 EL pro Fischsorte)
– 1 Teil Sesamöl
– 2 TL Mirin*
– 1 Chilli
– 2 EL weißer Sesam, in der Pfanee angeröstet
– 2 EL schwarzer Sesam*, in der Pfanee angeröstet

Saucen:
– 1 Teil Crème fraîche
– 1 Teil japanische Kewpie Mayonnaise*
– 1-3 EL Sriracha*
– 1-3 EL Wasabi Paste*

Salsa:
– 7-10 Cherrytomaten
– 5 Frühlingszwiebeln
– 1 Chilli
– 2 Limetten
– 2-3 TL Sojasauce
– 1 TL Mirin
– Pfeffer

Toppings (optional):
– 2 Mangos, gewürfelt
– 200g Edamamebohnen*, gekocht
– 1/2 Gurke, in Scheiben geschnitten
– 1 Stange Oshinko*, in Scheiben geschnitten
– 1 Packung eingelegter Ingwer*
– 2 Packungen Pimientos de Padrón (in Olivenöl und Salz gebraten)
– 200g Wakame Salat*
– 2 Avocados
– 1 Packung Röstzwiebeln
– 3 Noriblätter*, in Steifen geschnitten
– 5 Frühlingszwiebeln, geschnitten
-100g Saiblings-Kaviar**
– 1 Packung Wan Tan Blätter*

*gibt’s im Asia-Supermarkt
**vielen Dank an Deutsche See

 

Zubereitung

Der Fisch muss in der Marinade ziehen. Dazu wird 1 Teil Sesamöl, 1 Teil Sojasauce und 1-3 EL Mirin (a.k.a. Ronaldo’s Tears) mit dem in der Pfanne angerösteten Sesam verquirlt. Den entgräteten Fisch schneiden wir in 1x1cm große Würfel. Die Marinade auf zwei Schüsseln aufteilen und 1 Chilli entkernen, in ganz kleine Würfel schneiden und in eine der beiden Marinaden geben. Manche gebe noch Frühlingszwiebeln dazu. wir haben aber darauf verzichtet, weil nicht alle am Tisch unbedingt auf Frühlingszwiebeln stehen. Die Chilli Marinade mit dem Thunfisch und die andere Marinade mit dem Wildlachs vermengen und abgedeckt im Kühlschrank 2 Stunden ziehen lassen.

Für die Salsa alle festen Zutaten klein schneiden und gut miteinander vermengen. Limette auspressen und zur Salsa geben, alles mit Sojasauce abschmecken und abgedeckt 2 Stunden ziehen lassen.

Für die Saucen 1 Teil Mayonnaise und 1 Teil Crème fraîche verrühren. Dann etwas Wasabi (für eine grüne Sauce) oder Sriracha (für eine rote Sauce) hinzugeben. Wir haben die Saucen am Vortag vorbereitet, denn gut durchgezogen schmecken sie besser. Wir mögens’s chön charf.

Jetzt kochen wir tatsächlich mal! Den Reis laut Packungsanleitung kochen (1 Teil Reis, 1 Teile Wasser) und nach dem Kochen mit Reisessig und Zucker würzen.

Die Wan Tans diagonal schneiden und in sehr heißem Rapsöl frittieren. Nach dem Frittieren auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz und ggf. Sesam bestreuen. Lieber etwas mehr machen, da die Wan Tan Chips gerne schon beim Kochen vernascht werden.

Alle Toppings klein schneiden und in Schüsseln anrichten. Die Zutatenliste wirkt erst einmal krass, allerdings sind alle Toppings sowie die Salsa total optional und nicht jede’r muss gleich so ausrasten wie wir. Wir hatten da aber Bock drauf. Im Prinzip reichen schon Reis, Fisch, 1-2 Toppings und eine Sauce. Weil wir aber verwöhnte und hyperkreative Foodblogger sind, haben wir natürlich brutalst pornöse Bowls kreiert.

Sophias Salmon Bowl mit Wasabi Dressing

BASE: Reis, Babysalat

FISCH: Wildlachs mit Soja-Sesam-Marinade

TOPPINGS: Gurke, Wakame, Wan Tan Cips, Ingwer, Edamame, Avocado, Koriander, Oshinko und Kaviar, Wasabi Dressing, Nori

Marias Tuna Bowl mit Sriracha Dressing

BASE: Babysalat

FISCH: Thunfisch mit Chilli-Sesam-Marinade

TOPPINGS: Gurke, Wakame, Wan Tan Cips, Ingwer, Edamame, Avocado, Pimientos de Padrón, Oshinko und Kaviar, Sriracha Dressing, Salsa, Mango, Röstzwiebeln, Nori (mehr ist besser!)

Die bezaubernde Andrea von „Two Foodies Eating“ hat eine Bowl mit Räucherlachs Ceviche kreiert und hier findet ihr das Rezept sowie viele weite ganz tolle Bilder von unserer Poké Party.

Vielen Dank an Ailine Liefeld für die tollen Fotos, an Deutsche See für den Fisch und an Tvino für den leckeren Wein.

 

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Dieser Artikel wurde verfasst von Sophia on Juli 18, 2016