Unterwegs: Women’s Guide to Paris

PARIS, EIN REISETAGEBUCH

Die Stadt der Liebe. Cité de l’amour. L’amour toujours. Dies das.  Ich war alleine in Paris und habe mich mal umgesehen. 

Ja – Paris ist großartig. Einzigartig. Einzigartig in seiner Lautstärke, Schmutzigkeit. Und dennoch herzallerliebst, toll, großartig. Und als allein reisende Frau für die ersten 24 Stunden wahnsinnig verstörend. Lag aber vielleicht am Stadtteil.

Dennoch: Ich liebe Paris. Mit all den Facetten. Neuer Stadtteil, neue Stadt. So könnte man es wohl umschreiben. Ich meine, behaupten zu können, dass ich mich anfangs etwas unwohl gefühlt habe, komplett alleine in diese Stadt zu kommen und alleine herum zu streunen. Der Geräuschpegel immer im Genick. Neben Krankenwagen und Polizei im Minutentakt, hupen von links nach rechts, Roller, Motorräder, Autos, Busse, wilde Zurufe der männlichen französischen Bevölkerung. Es klingt furchtbar, wenn man das liest. ABER: ich liebe Paris. Für all das. Für den Dreck und die Hektik, aber auch für die unfassbare Schönheit, die Unmengen an großartigen Restaurants, kleinen Läden und Gassen und natürlich für die Sprache. Und für all das, was Paris einfach ist und ausmacht.

Da kam ich nun an, in meinem AirBnB. 18. Arrondissment. Place de la Chapelle.

Der Platz ist belebt und seht laut. Viele kleine Kebabläden. Irgendwie genauso wie Berlin. Meine ambivalente Beziehung zu Berlin könnte man definitiv ganz gut auf Paris spiegeln. Ich liebe es. Ich hasse es. Ich fühle mich schon wie zuhause.

Typisch für Paris, ist das Apartment klein, aber gut aufgeteilt. Ich habe sogar ein Wohnzimmer und eine riesige Glotze. Zuerst dachte ich: brauch ich nicht. Restinfo kommt später.

Mein Flieger hatte Verspätung und so musste ich einen Workshop (ein Parfüm-Workshop), den ich ursprünglich am Freitag über Airbnb Experiences gebucht habe, leider skippen. Mega tool by the way – ob man nun alleine oder in Gesellschaft reist. Hier bieten meist private Leute Führungen, Workshops oder Kochabende an. Und tausend andere Dinge. Also wirklich tausende! Besonders für mich als Alleinreisende in diesem Fall mega.

Dank Starkregen und Gewitter wurde das outdoor Abendprogramm von Freitag, zusammen mit einer Freundin, spontan in mein Airbnb umverlegt. Dort gab es Wein, Youtube und jede Menge F U N. Für mich war es einer der lustigsten Abenden, den ich seit langem hatte. Und die riesen Glotze hat nicht wenig dazu beigetragen. 

Der nächste Tag wurde hauptsächlich mit herumstromern, nachdenken und Musik hören verbracht.  Um 16.30 Uhr hatte ich (selbstverständlich über AirBnB Experiences) einen Käseworkshop | Tasting  gebucht. ICH LIEBE KÄSE. Und was kann man in Frankreich besseres tun, als ein Tasting zu besuchen und sich durch die breite Vielfalt der Käsewelt zu schnabulieren. Noch dazu fand das Tasting in einem echten Pariser Keller unter dem Käseladen statt. Fabrice, unser Host und echter, gelernter Käser, führte uns in seinem sehr cuten Englisch mit französischen Akzent durch den späten Nachmittag und hat uns alles mitgegeben, was wir in Zukunft brauchen, um Käse von Käse zu unterscheiden und ihn standesgemäß zu verkosten. Ich würde 100 Experience-Punkte vergeben. 

Den Abend habe ich aufgrund meines Kreislaufs und 33 Grad Außentemperatur auf meiner muckeligen Couch verbracht und ganz langweilig Fußball geschaut – war aber auch irgendwie toll.  

Plan für Sonntag: ausschließlich essen und Wein trinken. Schnecken, Macarons, Rosé, Tartar, Eis und Rosé. Ach ja –  und Rosé. Ebenfalls bei 33 Grad. Fand ich eine top Idee, habe ich dann auch genau so umgesetzt. Wie sagt man doch so schön: la vie est belle. 

Eine wundervolle kurze Reise ging am Montag um 4.30 Uhr zu Ende. Schade war, dass ich den Parfüm Kreation Workshop am Freitag nicht geschafft habe und somit LEIDER ganz bald wieder kommen muss, um mich auf den Spuren von Grenouille durch die Pariser Duftwelt zu schnuppern. 

Falls ihr bald in Paris sein solltet: die beiden Experiences findet ihr hier (Parfüm & Käse).

Und für alle zuhause gebliebenen empfehle ich mal nachzuschauen, was es denn in eurer Stadt so gibt. In diesem Sinne. Au revoir und bis ganz bald, du kleines, lautes, wundervolles, schmutziges Paris. 

Ach ja, und für Berliner auf der Suche nach einem Erlebnis, hier ein kleiner Experience Tipp: momentan findet das Flying Steps – Flying Illusion am Potsdamer Platz statt. Obwohl ich aus Berlin komme und nicht alleine unterwegs war, war ich dennoch da und es ist, ob Touri oder Berliner, auf jeden Fall empfehlenswert. Also kann man also alles machen: alleine, zusammen, morgens, mittags und abends. 

airbnb place de la chapelle

UNTERKUNFT

Airbnb
Es gibt keine Stadt auf der Welt, die so viele Unterkünfte auf Airbnb vorweisen kann, wie Paris. Deshalb versteh ich die Frage nicht. Für mich steht außer Frage, ob ein Hotel oder ein Airbnb. Ich mag es einfach. 

Preise: €€€€ bis €€€€€
Geil, weil: man sich irgendwie gleich wie zuhause fühlt, gerade wenn man alleine reist und selbst entscheidet was man macht, wann man rausgeht, wann man nachhause kommt. Man kann auch selbst kochen und muss nicht jeden Abend alleine in ein teures Restaurant gehen.

FORTBEWEGUNG

Laufen
Preise: €€€€€
Geil, weil: kostet nichts und man sieht viel mehr von der Stadt

AKTIVITÄTEN

NACHMITTAGSTEE IM LUXUSHOTEL

SangriLa 
Preise: €€€€
Geil, weil: bei guten Wetter Dachterrasse und einzigartigem Blick auf den Eiffelturm über ganz Paris.

Crillon 
Preise: €€€€
Geil, weil: super crazy Hotel mit ultra glamourösen Tee-Zimmer mit dem wundervollen Namen Jardin d’Hiver

ABCORNERN

Molitor Pool Club
Der Molitor Pool Club ist ein Members Pool Club, mit einer riesigen historischen Geschichte und noch dazu ist es endlos schön.
Preis: €€€€€
Geil, weil: super exklusiv und sehr besonders. Aber leider sau teuer. Eine Stunde kosten 65 EUR, ein Tag 190 EUR (wäre aber dann auch inklusive Massage)

Le Train Bleu 
Eine alte Bar mit Kultcharakter am Gare de Lyon als Hommage an den französischen Luxuszug Train Bleu.
Preis: €€€€€
Geil, weil: Super viele bekannte Menschen und Schauspieler waren hier und außerdem viele Filmszenen wurden gedreht. Ein Stück Geschichte. 

STADTTEILE ERKUNDEN

18. Arrondissement
Geil, weil: mega multi-kulti, sowie authentisch und echt
ABER: wer ein großes Problem damit hat angequatscht zu werden, dem empfehle ich seine Kopfhörer nicht zu vergessen und zumindest zu tun, als würde man von dem Ganzen nichts verstehen.

3. Arrondissement
Geil, weil: es einfach super schön ist, man tolle Leute trifft, es gibt großartige Restaurants, kleine Bars, sehr authentisch französisch und extrem sauber

MARKT BESUCHEN

Marché Les Enfants Rouges
Geil, weil: Les Enfants Rouge ist der älteste überdeckte Lebensmittelmarkt von Paris. Der Markt wurde 1629 gegründet und nach einem Hospiz für Waisen benannt, das für seine roten Uniformen bekannt war.
Wo? 3. Arrondissement, 39 Rue de Bretagne

Marché Biologique Raspail 
Geil, weil: Alles Bio und ökologisch. Hier gibt es Tabletts aus frischem Weizengras, rohe Schokolade, biologisches Obst und Gemüse, Gesundheits-Zeitschriften und homöopathische Heilmittel.
Wo? 6. Arrondissement, Boulevard Raspail

Beste
Hol dir einen Drink und setze dich in einen der 16 Parks oder 22 Gärten. Musik ins Ohr. Leute glotzen.
Geil,  weil: Darum

Oder gehe einfach auf Airbnb Experiences und such dir ein Erlebnis aus.

Enjoy. 

airbnb: the cheese experience

airbnb: the cheese experience

Vielen Dank an Airbnb für die tolle Unterkunft und die schönen Erlebnisse, welche ich kostenlos testen dürfte.

Foto Credits: Lucie Herrmann – 

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Dieser Artikel wurde verfasst von Lucie on Juni 9, 2018