UNTERWEGS: BEST OF ZÜRICH FOOD GUIDE

Zürich, du wohlgenährter Wonneproppen, du schönster aller Orte, du Luxusstück! Wir haben dich kennen und lieben gelernt. Neuerdings können wir von dir gar nicht genug bekommen und haben dich nun schon zum 2. Mal besucht. Weil du so geil bist. So nah, so schön am See, so lecker, ja, auch teuer zwar, aber #Gönnung.

Auf Thisisjanewayne.com haben wir schon die besten Tipps rund um die Züricher Urlaubsplanung zusammengestellt. Anreise, wo gibt’s gratis Fahrräder, wer oder was sind eigentlich Badis und das ganze Pipapo… Den Artikel könnt ihr HIER lesen. Wer sich für den absoluten Über-Don der innovativen Züricher Restaurantszene interessiert, findet hier unser Interview mit Tausendsassa Michel Péclard

Aber nun, Zürich will erkundet werden: Wir haben uns in diesem Jahr mit Zürich Tourismus zusammengetan und sind eine sehr angenehme Medienpartnerschaft eingegangen, in deren Ergebnis wir die absolut beeeesten Sahnestücke der Stadt in mehreren Teilen vorstellen.

Den Anfang macht natürlich der „Best of Zürich Food“ Guide. Um Züri’s Beste zu finden, haben wir uns erst in Hyperbel- und dann in Parabelform vor zwei Wochen durch die Stadt gefuttert. 

Bester Hipster Brunch: BANK
Die BANK ist wunderbar zentral am Helvetiaplatz gelegen und überzeugt mit 1a Hipsterqualitäten: Es gibt Palmen, eine eigene Seife, frisches Brot mit dicker Kruste von John Baker, irgendwas mit pochierten Eiern und ziemlich (sehr) guten Kaffee. Wir hatten dort ein brutal geniales Focaccia und ein krass gutes Club Sandwich mit den besten Züri Fries. 

 

Bestes Brot: Bäckerei John Baker
Zufälle gibt’s, die gibt’s gar nicht! Irgendwie in und doch neben der BANK befindet sich John Baker, die beste Bäckerei Zürichs (jedenfalls ist das unsere Meinung). Wir haben uns sämtliche Nasen an den Scheiben plattgedrückt und hätten am liebsten alles mitgenommen #banküberfall

 

Bester Hummus: NENI
Die 25hours Hotels sind schon lange kein Geheimtipp mehr in den deutschsprachigen Metropolen dieser Welt, sondern eher Auszeichnung – Zürich hat sogar zwei davon! Neben dem Haus in Zürich West, ein Stadtteil, der sich gerade enorm entwickelt und irgendwas zwischen moderner Großstadt und alternativer Stadtkultur bietet, hat nach sieben Jahren Planung ein weiteres 25hours in der Langstraße eröffnet. Neni, das Stammrestaurant der Hotelkette, ist auch mit dabei. Wie gewohnt lecker, wie gewohnt freundlich, wie gewohnt geil. Nach dem Fressi geht’s an die Cinchona Bar, denn dort gibt es ganz ausgezeichnete Cocktails.

 

Bestes Café: Tischbankstuhl
Manche Ideen sind einfach zu gut, um wahr zu sein. In diesem Café in der Frauenmüsterstraße kann man nicht nur besonders leckeren Kaffee kaufen, sondern auch Möbel und Accessoires. Wer also Tante Gertrud dringend noch ein cooles Stehrümchen mitbringen will, kann hier ganz entspannt bei einer Tasse Kaffee stöbern. Wer so gar keine Inspiration für die heimischen Wände findet, kann sich von Tischbankstuhl auch direkt die ganze Bude einrichten lassen.

 

Bester Deal und schön zünftig: Rheinfelder Bierhalle
Wer ohne viel Chichi auskommt und kein Problem damit hat, seinen Tisch mit vier hupedichten älteren Herren zu teilen, der wird hier mitten in der Züricher Altstadt sehr, sehr glücklich. Statt Salat gibt es hier Wurst (= Vitamin W) und wer einen Kurzen ext, bekommt anerkennenden Applaus. Geklatscht wird auch gerne im Takt der Musik und nicht selten werden Schlager durch die heiligen Hallen geschmettert. Besonders die Preise sind hier aber unschlagbar.

 

Bestes Steak und Cocktails: Schnupf
Eine Bar ist ein Restaurant, ist eine Bar, ist ein Restaurant. Das Schnupf ist irgendwas zwischen zünftig und modern und Liebhaber*innen von unprätentiösen Läden, sehr gutem Steak und Cocktails kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Einen Garten gibt es auch!

 

Bestes Traditionshaus: Kronenhalle
Neben Touris drängen sich hier auch Züricher Urgesteine im Traditionshaus unter dickem Stuck an edel eingedeckten Tafeln. Stellt euch das Berliner Borchardt vor, nur 200 mal schöner, besser, schöner und schöner, aber ähnliche Grundstimmung. Die Speisen sind traditionell, gehoben und die Preise gepfeffert. Neben dem Essen, dem Prunk und den Menschen gibt es hier auch viel Kunst zu bestaunen und abends an der weltberühmten Bar kann es stimmungsmäßig auch mal ordentlich abgehen.

 

Beste Schokolade: Läderach und Sprüngli
Wer keine Zeit für die A-Z Schokoladentour hat (ja, die gibt es wirklich!), dem sei ein Besuch bei Läderach oder Sprüngli empfohlen. Milliarden von Großmüttern können nicht irren – die Schoki da ist nämlich wirklich die beste Schoki von allen. Kleiner Tipp: Auch die Schokolade im Supermarkt ist 39875839758397 mal besser als die hierzulande und eignet sich super als Mitbringsel. SCHOKI!!!!!

 

Beste Pizza: SO Pizza
Vielleicht ist euch bereits bekannt, dass wir eine Schwäche für Pizza haben. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass wir hier in diesem Guide auch eine Pizzeria nicht unerwähnt lassen können und wollen: SO Pizza. Wie in SO lecker oder SO toll oder SO cool. Die Pizza hier ist dünn und knusprig, eben genau so, wie wir es besonders gern mögen.

 

 

Beste Cocktails: Widder Garage
Wenn eine sehr edle Cocktailbar einen auf cool macht, dann kann das ja nichts werden – denkt man. Pustekuchen! Die Widder Garage ist eigentlich als Übergangslösung (um der Mutter „Widder Bar“ Zeit für einen Umbau zu gewähren) in einer alten Garage eingerichtet und ziemlich sehr cool und sieht auch mal so gar nicht nach Übergangslösung aus. Das Publikum ist angenehm gemischt, es gibt DJs, Klaviere als Tresen, die Cocktails sind irre gut und machen es auch und wir sind nach zwei Stunden überglücklich aus dieser Location getorkelt. Alles richtig gemacht!

 

Bestes veganes Soulfood: Elle ‘N’ Belle
Wenn eine Location sehr groß und trotzdem voll besetzt ist, dann muss man in der Regel keine schlechten Überraschungen fürchten. Das vegane Restaurant erfreut sich offensichtlich außerordentlich hoher Beliebtheit und war auch für uns ein echtes Highlight. Die Gegend hebt sich durch ein eher alternativ urbanes Stadtgefühl deutlich vom altehrwürdigen historischen Stadtkern ab und wir haben uns hier sehr wohl gefühlt. Das Essen im Elle ‚N‘ Belle ist so lecker, dass wir gar nicht mehr gehen wollten, leider waren wir irgendwann satt. Besonders die Suppe mit Popcorn und der „Fisch“ Burger waren der Bringer. Außerdem können wir das wagenradgroße Cordon Bleu mit ordentlich „Käse“ drin, welcher lavamäßig über den ganzen Teller floss, sehr empfehlen. Unbedingt hingehen!

 

Bestes all in one Restaurant: Grand Café Lochergut
Wenn ihr euch nicht entscheiden wollt, ob ihr in ein Café, ein Restaurant oder in eine Bar gehen wollt, dann sei euch das Café Lochergut empfohlen. Die internationalen Speisen sind alle irgendwie gesund und knackig, es gibt sagenhafte Cocktails und wer keinen Bock auf Kauen hat, kann hier auch einfach nur einen leckeren Kaffee trinken. Außerdem seid ihr hier nicht mitten im Touristenstrom, was auch mal ganz angenehm ist.

 

Beste Rösti: Zunfthaus zur Waag
Eigentlich ist das Zunfthaus zur Waag dafür bekannt, verdammt alt und ehrwürdig zu sein und einen Weinspuckenden Brunnen vor der Tür zu haben. Wir müssen dem wohl ältesten Restaurant Zürichs ein anderes Krönchen aufsetzen: das für die besten Röschschschti*. In einer Stadt, in der man gefühlt an jeder Ecke die Rösti hinterhergeworfen bekommt, ist es nicht leicht, die absolut besten zu finden. Wir haben es trotzdem geschafft. Achtung: happige Preise! *Rösti: Kartoffelpuffer nur in geiler. Grob geraspelte Kartoffeln werden in ordentlich Butter angebraten. 

 

Bestes Weinlokal: Wild Bar
Weine nicht, wenn das Glas leer ist, dam dam. Dam dam. Eine gute Weinbar ist schon die halbe Miete und wir haben sogar eine richtig gute Weinbar gefunden. Hammer Weine, gutes Essen, bisschen Humor, mehr braucht es nicht. Herrlich unspießig, bisschen hip, bisschen locker, bisschen sehr schön. Die Wild Bar zeigt mal wieder aufs Neue, dass die jungen Wilden die Weinszene nun endgültig übernommen haben!

 

Bestes pompöses Ambiente: Razzia
Gigantische Kronleuchter hängen von den Decken, Stuck, Wandbemalungen und überall weiche Polster. Im Razzia wird nicht gekleckert, denn dazu ist es viel zu schön hier. Zugegeben, ein bisschen klein fühlt man sich inmitten dieser gigantischen Location schon, aber für Interior Freaks ist das Razzia ein Muss. Und für Filmfans, denn hier gibt es auch ein Mal im Monat ein Cinema Dinner. Nee, is das toll!

 

Beste Käseplatte: Milchbar
Schon wieder eine Laden, der Lorbeeren für etwas erntet, das eigentlich gar nicht die Kernkompetenz darstellt. Ja, der Kaffee in der Milchbar ist einsame Spitze, aber noch besser hat uns die Käseplatte gefallen. Weil sie ausnahmsweise mal nicht mikroskopisch klein war und es sich einfach richtig angefühlt hat, in diesem schönen Hof in der Abenddämmerung ein Glas Wein zu trinken und sich kiloweise Käse zu gönnen.

 

Bester Luxusbrunch: The Dolder Grand
Wo sind die Schönen und Reichen? Richtig, oben! The Dolder Grand ist legendär, übertrieben luxuriös und, ehrlich gesagt, ziemlich beeindruckend. Uns klappte, gelinde gesagt, die Kinnlade runter, als wir den Prunkbau mit all den Türmchen und den dicken Karren vor der Tür sahen. Jeden Sonntag gibt es Brunch, zu dem man sich zum Geburtstag von den Eltern oder der Sugargranny einladen lassen sollte, denn die Auswahl ist unendlich großartig und irgendwie muss man so etwas, wenn möglich, einmal im Leben gemacht haben. Extrabonbon: Man tuckert mit einer einspurigen Zahnradbahn den Berg rauf dem Luxus entgegen. #bahnnerds

 

Bestes Food Event: Food Zurich
Nirgendwo lässt es sich so schön fressen und über’s Fressen lernen wie auf einem Foodfestival. Ganz Zürich futtert sich in 10 Tagen durch Events, Märkte und Sensationen. Selbst für uns Streetfood-verwöhnte Berliner*innen war die Food Zürich ein beeindruckendes Erlebnis und wir können es kaum erwarten, bis wieder September ist, denn da findet die nächste Food Zurich statt. Neben einem beeindruckendem Foodmarkt gibt es übrigens über eine Woche lang richtig interessante Events zum Thema Food in der ganzen Stadt. Hach Zürich <3

 

Bester Markt: Markthalle im Viadukt
Ihr könnt nicht bis September warten und wollt jetzt schon auf einen richtig guten Markt? Dann ab in die Markthalle im Viadukt, denn dort findet ihr so ziemlich alles, was ihr bei der Apokalypse an Lebensmitteln brauchen werdet. Schweizer Käse, japanische Snacks, schweizer Pies, italienische Wurstwaren, englische Scones – You name it! Hier kann man stundenlang stöbern, natürlich auch futtern und findet sicher jede Menge spannende Spezialitäten.

Bester (und ältester) Saftladen: Saftlade
Wir haben selten so nett geplauscht wie im Saftladen. Wer in der Altstadt flaniert und Lust auf eine kleine Erfrischung hat, sollte definitiv mal diesen kleinen quietschigen Laden auschecken. Neben Säften gibt es auch viele Snacks und Kaffee und eine echt abgefahrene Kurkuma Latte, die so sachte und liebevoll mit etwas Zimt bestäubt wurde, dass wir uns am liebsten auch zur Bestäubung angeboten hätten. Hust, hust. #Saftcrush

 

Diashow

Zürich, du alter Schatz.

BANK. Wir sagten doch, dass es hier schön ist.

Maria und Kai an der Futterkrippe.

Nach einer wilden Nacht im 25hours. Löwi wartet noch immer auf eine SMS.

Maria im Zunfthaus zur Waag.

Ananas in der Widder Garage.

The Zurich way of parking.

Kai mit seiner neuen Karre.

Sophia

In Zürich kann man übrigens einwandfrei bummeln gehen.

Brunch im The Dolder Grand.

Wo sind wir?

Milchbar kann übrigens AUCH richtig guten Kaffee.

Völlig unpassendes Verhalten im Luxushotel.

In freundlicher Zusammenarbeit mit Visit Zürich. Fotocredits: IN SEARCH OF.

 

 

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Dieser Artikel wurde verfasst von IN SEARCH OF on April 18, 2017