Unterwegs: Ace Hotel London Shoreditch

Wenn man sich als trendinteressierte Großstadtgöre ein wenig von Berlin gelangweilt fühlt, dann flitzt man mal schnell rüber nach London, denn da ist alles ein wenig hipper, cooler und angesagter als hier. Ja, isso! In London gab es schon den Broadway Market mit seinen abgefahrenen Street Food Kreationen, da lag unsere Markthalle 9 noch 3 Jahre brach. Berlin hat ganz schön aufgeholt in den letzten Jahren, dennoch ist so eine kleine Insporeise ins Reich der Coolness auf die Insel immer wieder nett und sollte regelmäßig durchgeführt werden.

London eignet sich perfekt für einen Wochenendtrip, denn die Flugzeit ist nicht allzu lang und die Stadt ist so riesig, dass auch erfahrene Londonbesucher*innen jedes Mal etwas Neues erleben können. Das Ace Hotel London Shoreditch ist hierfür ein idealer Ausgangsort, denn es ist superschön, supergut gelegen und hat ne super Atmo.

Wir selber waren ja schon gefühlte trölf Mal in der Stadt an der Themse und zählen somit schon zu den alten Hasen in Sachen Lowdown. Wenn man ein bisschen chillen möchte, trotzdem die Stadt ganz gemütlich erbummeln will und außerdem noch ordentlich Hunger in den Taschen hat, so wird der folgende kleine, aber feine, Weekendguide genau richtig sein.

 

Ace Hotel London Shoreditch

Shoreditch: Schlafen und mampfen im Ace Hotel 
Hip, hipper, Shoreditch. In Shoreditch sind alle Menschen sehr, sehr schön und sehr, sehr beschäftigt. Die allerschönsten versammeln sich im Erdgeschoss des Ace Hotels, denn dort gibt es eine Art Co-Working Space, der für alle offen ist. Jeden Morgen pünktlich um 6 Uhr drängen sich die Schönsten der Schönen und Geschäftigsten der Beschäftigen der Hauptstadt am Ace Hotel Eingang, um einen möglichst guten Platz zu ergattern. Wer gerne Leute guckt, ist hier richtig. Sehr richtig. Verdammt richtig. Das Hotel an sich ist ziemlich angesagt, verspielt und sehr hübsch eingerichtet. Neben dem Empfang kann man Klimbim kaufen, es gibt einen Fotoautomaten, eine Bar, einen eigenen Coffee Shop und, und, und. Die Zimmer bestechen vor allem durch ihre Größe, denn große Zimmer in London sind eine echte Seltenheit. 

Im hoteleigenen Restaurant HOI POLLOI gibt es nicht nur sehr gutes Abendessen – nach dem Baukastenprinzip lassen sich hier Starters, Mains und Sides nach Lust und Laune kombinieren und wir fraßen uns durch zartesten Lachs, dicke Fritten und gebratene Auberginen im Teigmantel – sondern auch ein sehr nices Frühstück. Zwar sind die veganen Optionen eher mau, dafür gibt es aber eine reichliche Auswahl für Vegetarier*innen. Besonders das Omelette mit Käse war echt super, aber auch die Kichererbsensticks mit Harissa und pochiertem Ei waren wirklich gut und lecker scharf. Das HOI POLLOI ist nicht nur brutal schön eingerichtet, die Gäste sind auch brutal schön. Wir hatten hier eine brutal schöne Zeit, nicht zuletzt auch deswegen, weil wir zufällig cloudy_z trafen und einen wunderbaren Abend mit ihr hatten. Da wir in Großbritannien sind und man hier sehr gerne frittiert, empfehlen wir nach dem Frühstück einen ausgedehnten Spaziergang durch Shoreditch. Hier kann man nämlich wunderbar durch Boutiquen, Antiquitätenläden und andere Lädchen bummeln, irgendwo zum Lunch einkehren, denn gutes Essen gibt es in Shoreditch buchstäblich an jeder Ecke. 

 

Soho: Durch Chinatown schlendern und Dim Sum essen 
Soho ist voll. Voller Menschen, komischerweise auch voller Hunde und voller interessanter Straßen. Besonders fasziniert waren wir allerdings von Chinatown, da es dort nicht nur in so ziemlich jedem Restaurant Dim Sum gibt, sondern wir auch dabei zusehen konnten, wie Dumplings gemacht wurden. Gegessen haben wir dann aber im Canela, das ist eine kleine portugiesische Tapasbar oder Weinbar, oder irgendwie auch beides. Jedenfalls haben wir dort sehr guten Wein und sehr leckere Tapas verdrückt. Ja, es gibt sie, die Touristenfallen, die überteuerten Cafés mit dem gar nicht mal zu guten Kaffee. Ja, auch wir haben uns für ein bis fünf Stündchen in so ein Café gesetzt und Leute geguckt. Weil wir Urlaub hatten und man im Urlaub fast alles darf. Diverse Geschäfte laden dazu ein, die Koffer auf der Rückreise platzen zu lassen. Wer Bock auf das urige Pub-Feeling hat, kann hier in einer der gefühlten 58302074 englischen Kneipen einkehren und Bier, sowie Apple Cider vom Fass trinken. Also was wir eigentlich sagen wollten, ist, geht nach Soho. Es lohnt sich.

Hackney: Essen, essen und noch mehr essen. 
Wenn Shoreditch cool ist, dann ist Hackney die Mutter der Coolness. Früher eher als „Crackney“ bekannt, hat die Gentrifizierungskeule hier ordentlich zugeschlagen. Der Hund scheint hier ebenso zum perfekten Outfit zu gehören, wie die unverschämt teuren Schuhe und im Gegensatz zu Shoreditch, wo es zwar hip, aber eben auch noch ein ganz kleines Bisschen abgeschrammelt ist, ist hier, auf dem Broadway Market, alles wie aus einem Pinterest Album. Wir finden dieses beinahe kitschige Ambiente für einen kurzen Ausflug ja durchaus bezaubernd und stärken uns am letzten Tag unserer Reise erst im Gallery Café, das nicht hip, sondern alternativ ist. Die Klowände wurden mit politischen Parolen beschriftet, die allesamt mehr als unterstützenswert sind und alle Speisen hier sind vegan. Zur Feier des Tages gönnten wir uns ein veganes Full English Breakfast und Hash Browns mit Linsen, beides abartig lecker. Am Nebentisch wurde das größte Avocadobrot verdrückt, das wir jemals gesehen haben, jedoch haben uns an diesem Tag der Göttin „Frittierte“ verschrieben. Wir fühlen uns wohl und bleiben lange. Danach schlendern wir etwas über den Broadway Market und kommen dadurch sehr vielen Londoner*innen sehr nah. Ob Burger, Käse, Pilze, Cookies, Törtchen, Gemüse, Handwerkszeug oder Duftkerzen, hier liegt der heiße Scheiß auf den Marktbrettern, die hier die Welt bedeuten. Auch sehr gut: London Fields direkt nebenan bietet einen idealen Ort für das Picknick zum Markt oder den teuren Hund und die teuren Schuhe spazieren zu führen. 

 

Ace Hotel London Shoreditch

Aussicht vom Hotelzimmer

Unterwegs in Shoreditch

Gemütlich: Ace Hotel London Shoreditch

Ace Hotel London Shoreditch

Eingang zum HOI POLLOI

Ace Hotel London Shoreditch

Der Eingang ist gleichzeitig auch ein Blumenladen.

Abendessen im HOI POLLOI

Frühstück im HOI POLLOI

Ace Hotel London Shoreditch

Eingang zum Hotel

Ace Hotel London Shoreditch

Hier bleiben wir!

Ace Hotel London Shoreditch

Und die Dachterrasse, die hat Aussicht.

Ace Hotel London Shoreditch

Überall im Hotel findet man gemütliche Ecken zum Chillen oder Arbeiten.

Ace Hotel London Shoreditch

Sophia chillt und arbeitet gleichzeitig. Irre.

Co-Working

Der Empfang vom Ace Hotel London Shoreditch

Ace Hotel London Shoreditch

Im Ace Hotel gibt es auch einen eigenen Coffeeshop. Kaffee war sehr gut.

Blick aus dem Hotel und Lieblingswand gegenüber vom Hotel.

Ace Hotel London Shoreditch

Shoreditch <3

Ace Hotel Shoreditch

<3

Ace Hotel London Shoreditch

Hier soll es angeblich sehr gute Pizza geben. Konnten wir leider nicht testen, weil schon satt (selten, aber soll vorkommen)

Dumplings am Machen in China Town.

Dim Sum und Kunst. Kann eventuell aber auch weg.

Neben Dim Sum das beliebteste Gericht in China Town.

Bisschen fressen und saufen mit einer lieben Freundin im Canela.

Soho mittelmäßiger Kaffee im soho coolen Soho.

Soho.

Veganes Frühstück im Gallery Café und Hackney.

Hackney und Broadway Market.

Hahahaha, der Markt ist so lustig.

Burger auf dem Broadway Market.

Carbs <3

Pilze <3

Der Herr konnte sehr gut singen und unsere Freundin Silvie ist einfach nur umwerfend.

Maria chillt cool mit den Coolen in London Fields.

Vielen Dank an Ace Hotel London Shoreditch für die Einladung. 

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Dieser Artikel wurde verfasst von Sophia on November 17, 2017