UNTERWEGS: SALENTO/APULIEN, ITALIEN

1 Monat lang haben wir einfach mal gar nichts gemacht. Bisschen abgegammelt… durchgeatmet. Nach 10 Jahren Dauerarbeiten war das wirklich 1 sehr willkommene Abwechslung. Wir haben aber nicht nur nach allen Regeln der Kunst abgechillt, sondern waren auch unterwegs: Italien und die Schweiz wurden von uns unsicher gemacht. Heute berichten wir euch über unseren Italienurlaub. Amore, Alter, Amore.

Tschöss Deutschland, hallöchen Italien!
Unser Reisebudget war wie immer viel zu mager (#armabersexymyass). Weil 08/15 Pauschalurlaub unser natürlicher Feind ist, hat Maria ihr sexy Tourismuskauffraukostüm mit Doppel-Füchsin-Abzeichen angelegt und durch geschicktes Vergleichen und intensiver Prokrastinationsrecherche (ja, im Büro!) bei unseren Freunden von Airbnb 1 wunderschönes Haus mit Privatpool im sogenannten Stiefelabsatz Italiens gescored.

Ende August haben wir unsere kontrastarmen Berlingesichter dann der brütenden und heilenden Sonne Süd-Ost-Italiens ausgesetzt. Das Beste: Salento, wie sich der Halbinsel-Heel in der Region Apulien nennt, schmeichelt bis Anfang November noch mit sonnigen Ø 22 Grad und die zweitstündigen Flüge (von Berlin) nach Bari sind sehr günstig! Die zum Niederknien perfekte italienische Küche und 1 Bevölkerungsdichte zwischen 6-100 Oliven pro Quadratzentimeter beschleunigen die maximale Entschleunigung – #Apudelwohlien, we approve!

Unsere Protzhütte lag so ziemlich in der Mitte des Stiefelabsatzes (der coast-to-coast etwa 40 Kilometer breit ist), im malerischen Ceglie Messapica. Also beste Voraussetzungen für konzentrische Tagestrips mit unserer sehr, sehr, sehr weißen Hybrid-Autominiatur. Um uns herum gab es übertrieben viel Gegend in Form von Olivenhainen (ca. im Pleistozän kultiviert), krassen Grotten mit Eintritt (wurden durch Zufall in den 1930ern gefunden), Küsten, Stränden, blauen Lagunen, Siedlungen mit ausreichend Altstadtseufzmomenten für die nächsten 20 Jahre – das alles gespickt mit verwilderten Hauskatzen (Tipp: hören alle sehr gut auf “Klaus”), Trullis (hä?!), sterneverdächtigem Futter, Eisdielen und gaaaaaaanz viel Entspannung. Endlich mussten wir nicht länger mit gelben Neidfratzen durch Instagram-Accounts der weltweiten Reisetausendsassa-Elite suchten: Wir waren busy, uns entweder den Sand aus der Kimme rieseln zu lassen oder mit Weißweingläsern durch den Pool zu schwappen. Fuck Yeah!

(Reisegruppe "Hunger_Durst_Pipi")

24/7...

4 Freunde und 1 Haus und 1 Auto und 1 aufblasbarer Fisch und 40 Grad: Mehr braucht es nicht, um 1 Woche richtig schön rumzuerholen. Allabendlich gab es neben dem obligatorischen Hummerbräune-Battle auch selbstgekochtes Essen und vor Allem: KEIN INTERNET. Zumindest die ersten Tage waren wir kommunikativ total auf uns gestellt und was sollen wir sagen: Beste! Sonja, unser Gast aus NYC/LA, hat aus plantageneigenem Olivenöl und Italiens Nachtschattengewächsen die allerbesten Abendessen gezaubert, Dominik hat halbwilde Katzen domestiziert (hahaha!!! DOMestiziert… ), Maria hat ihre 238423090912 mitgebrachten Badeanzüge anprobiert und auf Arschbombentauglichkeiten geprüft (approved!) und Kai ist bei seinen IN SEARCH OF…wasauchimmer Touren vom Olivenhain auf’s Dach in den Pool, durch das Haus wieder auf’s Dach wieder in den Pool in die nächste Ortschaft und wieder auf’s Dach gesprungen. Nachdem wir uns IRGENDWIE mit unseren absolut NULL Englisch sprechenden Gastgeber Großeltern, die auf dem Anwesen 1 separates Haus bewohnten, verständigt haben, hatten wir auch Internet. Aber ganz ehrlich: Ohne war cooler #Brettsucht. Super Urlaubstipp Nr 1: Internet aus! Absolut. Aus. Ih bah!

Unterkunft
Da wir unter 1 Dach in 1 Art WG zusammen wohnen wollten, haben wir uns gegen 1 Hotel und für 1 Airbnb entschieden. Neben dem unschlagbar günstigem Preis (hier lohnt sich der intensive Vergleich wirklich!) hat auch die Lage und das Anwesen in der ersten Internetbegutachtung überzeugt. Klar dachten wir, dass in Echt dann alles viel kleiner und weniger chic als auf den Fotos aussehen wird. Tja, stimmt mal gar nicht: Der Pool war riesig, die Ferienwohnung auf dem alten Bauernhof größer als gedacht, überall gab’s gratis Rosmarin und Basilikum, 1 Schäferhund-Welpen und der Olivenhain war wirklich 1 riesiger Olivenhain ohne Anfang und Ende. Die für die region typischen weißgekalkten Rundhäuser mit Spitzdach nennen sich “Trulli” (sieht aus wie 1 Buse) – Unser ganz eigener Trulli war zwar spartanisch as fuck eingerichtet und die Betten 1 wenig brettig, aber wir haben wunderbar geschlafen (danke, Mückengitter)! Unsere erwähnten Gastgeber Großeltern servierten uns all-abendlich diverse Lebensmittelgaben und sicherlich fetzige Geschichten. 1 Glück konnte Sonja einige Brocken Italienisch und ist bei Gesprächen aufgrund des landestypischen Gestenreichtums öfter vom Stuhl gestürzt #ungeübt.

Unser wunderschönes Airbnb mit Trullidach.

Unser Garten.

Schüchtern in der Ecke.

Hauskatze Klaus

Pool!!!!

Boi.

Gegend: Ceglie Messapica
Am Flughafen von Bari (für alle Katholizismus Fans: Der Flughafen wurde nach Johannes Paul II. Karol Wojtyla benannt) haben wir uns direkt 1 Auto gemietet. Das hat auch nur zwei Stunden Lebens-/Urlaubszeit gedauert. Kleiner Tipp: Niemals die Billigen buchen und mit Mietwagenvergleichsportalen haben wir nicht unbedingt die besten Erfahrungen gemacht! Via Google Maps im offline Modus sind wir in ca 90 Minuten und 1 Stop im Supermarkt nach Ceglie Messapica runtergedonnert und haben uns natürlich als erstes gegenseitig im Pool versenkt. Von hier aus haben wir dann diverse Tagesausflüge gemacht:

Ostuni
Die „weiße Stadt“ liegt direkt am Meer und hat so einiges zu bieten. Neben 1 unfassbar schönen Altstadt (so weiß, dass wir unser weißes Auto nicht mehr wiedergefunden haben), welche man ausschließlich zu Fuß erkunden kann, findet ihr hier auch jede Menge Action im Stadtzentrum (Bars, Restaurants, Nachtmärkte) und in der Gegend um Ostuni auch wunderschöne Strände.

Natürlich sind die Strände zur Hochsaison ziemlich voll... ziemlich sehr voll sogar. Wir haben um Ostuni rum jedoch einige Strände gefunden, die erträglich waren und durch kristallklares Wasser überzeugt haben

VOLL SCHÖN! Nachtmarkt in Ostuni

Oliven gibt es hier überall und in 3098 verschiedenen Sorten

Die Taverna della Gelosia ist zum Niederknien und ihr solltet unbedingt die Vorspeisenplatte und das Hirschragout probieren.

Polignano a Mare

Mit fetter Aussicht und heftigem Klippenspringerevent im August

Hier gibt es an jeder Ecke Eis. Wir haben versucht das beste Eis zu finden... eine Mission, die wir gerne angetreten sind.

EIS!!!!

Historisches Stadtzentrum mit vielen Cafés und ein wenig Firlefanz.

Lecce
Ziemlich am Ende von Italien, ziemlich warm, ziemlich sehr schön. Lecce überzeugt durch seine wunderschöne Architektur, die pompösen uralten Kirchen und die nahen Sandstrände. Auch kulinarisch haben wir hier einiges erlebt und denken heute noch wehmütig daran zurück. Wir waren nur 1 Tag da, hier hätten wir es jedoch auch länger ausgehalten.

 

Mädchen in romantischer Kulisse in Lecce. Das ist übrigens ein Wohnhaus...

Boar!

Reisegruppe "Hunger_Durst_Pipi" in Lecce

Ja!

Wir haben aufgegessen. Versprochen!

Um Lecce herum gibt es diverse weiße Strände mit angesagten Strandbars. Eine Liege ist hier nicht ganz billig, dafür ist der Service fantastisch und es gibt Duschen und Kaltgetränke.

Thunfischtatar am Strand. #gönndir

Trulli-Stadt Alberobello
In der Theorie hört sich das Örtchen wahnsinnig romantisch an: Die Innenstadt besteht komplett aus den pittoresken Trullihäusern, überall gibt es Handwerk, vor Allem wunderbare Stoffe aus Leinen. Die Realität sieht anders aus: Kitsch soweit das Auge reicht. Wir haben die den Ort liebevoll „Kühlschrankmangnet-Town“ genannt und sind ziemlich schnell wieder abgedüst.

 

Trullis

Dominik zwischen zwei Touristenläden.

 

Diashow

Double Trouble.

Italy's moist wanted

Arschbombenmeisterschaften in unserem Pool. Pure Eleganz 2.0!

Kai hat eine Schattenburg gebaut.

Ich bin dein Vatta!

Grotta di Trullo

Lecker!

Lecker...

Lecker.

Hallöchen!

Der Apulien Trip in Zahlen
Tage ohne Internet: 5 / 7
Tiere mit dem Namen Klaus: 13
Adoptierte Katzen: 2 (Kläuse)
Gefahrene Kilometer: 666
Lieblingsalbum beim Autofahren: One/Three (von Dabrye)
Gejoggte Kilometer: 0.3
Annektierte Strände: 4
Ins Meer gemacht: 7x
Besuchte Grotten: 1
Geschwommene Bahnen: 826
Getrunkene Biere: 703
Warmes Wasser in der Dusche: Ø 1,5 min
Verbrauchte Handtücher: 23
Regentage: 0,75 / 7
Mückenstiche: 111
Kopulierende Nacktschneckenpaare: 3
Schäferhunde mit Glutaugen, die Anwesen bewachen: 3
Nichtgeschriebene Postkarten an Mutter: 4
Gegessene Pizzen: 3
Espressi im Stehen: 54
Melonen im Liegen: 4
Geschlabberte Kugeln Eis: 11
Geplünderte Mandelbäume: 1
Verbrauchte Liter Olivenöl: 11
Getrunkene Flaschen Weißwein: >2000
Getrunkene Flaschen Rotwein: 20
Übers Essen gefreut: 100 %
Fotos: 10.000
Das Wort “pittoresk” benutzt: 1x
An Berlin gedacht: 0x

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Dieser Artikel wurde verfasst von Maria on September 30, 2016