Rezept: Vegan Chocolate Babka

Endlich wird’s süß bei uns! Dieses vegan chocolate Babka ist das leckerste Schokoladenbrot der Welt und ein wahrgewordener Schokoladentraum. Fluffig und trotzdem schön saftig, nicht zu süß und trotzdem die perfekte Nascherei. Eigentlich sind Babkas nicht mit einer Schokoladenglasur ausgestattet, wir konnten es uns aber nicht verkneifen, dieses kleine Extra einzubauen. Nein, gesund ist es nicht gerade, denn wir sind Naschmonster, süchtig nach Süßem, Knusprigem und allem Leckeren. Wer kann’s uns auch verübeln, da draußen gibt es schließlich tausend leckere Dinge, die gerne von uns aufgegessen werden wollen.

Eigentlich sind wir ja nicht so die Oberbäcker, obwohl Maria weitaus mehr Talent zum Backen hat (was reden wir da, sie ist die Backgöttin) als Sophia, die noch immer an einem sehr traumatischen Keksbackversuch zu knabbern hat, der sich ereignete, als sie zwölf Jahre alt war. Dieser Kuchen ist allerdings so pipieinfach, dass sogar Sophia ihn hinbekommen hat. Der Weg dahin war allerdings sehr steinig, sie musste quasi von null anfangen, und es hat ganze drei Versuche gebraucht, bis das Rezept schlussendlich stand. Nach dem zweiten Mal flog vor lauter Frustration eine Kuchenform und wüste Verwünschungen durch die Küche. Nicht etwa, weil das Rezept zu kompliziert ist, sondern weil sie absolut kein Gespür für Backwaren hat und ernsthaft vorher noch nie Hefeteig gebacken hat. Dabei war die Lösung so einfach, man muss sich nur trauen. Es ist nämlich so, dass viel Rezepte einfach mal viel zu kompliziert sind und man nicht stundenlang herumdoktern muss, wenn man einen perfekten Hefeteig herstellen möchte. Einfach alles zusammen kippen und gut is. 

Wir können uns gut vorstellen, dass sich mit diesem Teigrezept auch ganz wunderbar vegane Donuts herstellen lassen. Haben wir jetzt nicht ausprobiert, wird aber demnächst passieren. Was wir aber ausprobiert haben, sind Schokoschnecken, die sehr lecker waren. Jetzt haben wir aber genug geschnattert, auf geht’s zum Rezept.

 

Zutaten für 8 Personen (ein großes Babka oder zwei kleine)

Für den Teig:

  • 500 g Mehl
  • 300 ml ungesüßte Mandelmilch
  • 70 g weißer Zucker
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 50 g vegane Butter
  • 50 g Rapsöl
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Zimt

Für die Füllung:

  • 50 g sehr sehr weiche Butter
  • 4 EL Rapsöl
  • 30 g weißer Zucker
  • 30 g brauner Zucker
  • 150 g Dunkle Schokolade
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 15 g Backkakaopulver

Für die Glasur:

  • 150g Zartbitterschokolade
  • 35g vegane Butter
  • 5 TL ungesüßte Mandelmilch

 

Zubereitung

Was tun, wenn man keine Backgöttin wie Maria am Start hat? Man weint. Was tun, wenn man fertig geweint hat? Man versucht es noch mal und diesmal mit besonders genauer Anleitung. Manche Dinge erklärt man besser anhand von Bildern. Besonders dann, wenn man zwei linke Backbleche als Hände hat, so wie Sophia. Es folgt also eine ganz genaue Schritt-für-Schritt Anleitung. Wir haben versucht, die Schritte auf ein Minimum zu reduzieren. Was weggelassen werden kann, wurde weggelassen. Es wurde nichts gesiebt oder aktiviert, wir haben quasi einfach nur alles zusammengeschmissen und etwas gewartet. Easy. Wenn Sophia, die alte Teig-Legasthenikerin das hinbekommt, dann schafft das jede*r. 

 

Für den Teig alle Zutaten bis auf die vegane Butter und die Mandelmilch in eine Schüssel geben. Richtig, einfach rein, nix sieben oder trennen, einfach rein in die gute Schüssel. Auch die Hefe. Los, es passiert nichts Schlimmes. 

Die vegane Butter und die Mandelmilch in ein Gefäß geben und in der Mikrowelle leicht erhitzen bis die Butter leicht geschmolzen ist. Bei uns waren es 1 Minute bei 1000 Watt. Die Mandelmilch darf nicht über 60 Grad erhitzt werden, da sonst die Hefe stirbt. Lauwarm ist wohl das Wort, wonach wir hier so umständlich gesucht haben. 

 

Mandelmilch-Butter-Gemisch zur Teigmischung in die Schüssel geben und erst vorsichtig mit einer Gabel oder einem Löffel umrühren und dann mit den Händen kräftig kneten. Mit richtig Power. Mit Schmackes sozusagen. Den Teig zu einer hübschen Kugel formen, mit etwas Rapsöl bestreichen (so wird er nicht trocken), mit einem Küchentuch abdecken und an einen warmen Ort stellen. Wir haben ihn in die Küche unter die Heizung gestellt und die Heizung nicht ganz aufgedreht. Teig eine Stunde gehen lassen. Der sollte sich dann verdoppelt haben.

 

Während der Teig ruht, kann man die Füllung herstellen. Dazu einfach die Schokolade in Stücke schneiden, alle Zutaten in eine Schüssel geben und in der Mikrowelle zwei Minuten auf höchster Stufe schmelzen. Sollte die Schokolade noch nicht vollständig geschmolzen sein, noch mal 30 Sekunden in die Mikrowelle geben. 

 

Die Füllung gut umrühren, beiseite stellen und leicht abkühlen lassen. Die Konsistenz sollte etwas dickflüssiger werden, aber nicht zu hart, sonst zerreißt die Füllung den Teig. Nicht wundern, die Zuckerkristalle bleiben da. Zucker löst sich in Fett nicht auf und wir haben keine Wasser-Komponente in der Füllung, weswegen die eher grob bleibt. Das muss aber so!

 

Teig kurz kneten (nicht zu dolle!) und möglichst quadratisch ausrollen. Der Teig sollte ungefähr 0,5 cm dick sein. Dünner geht aber auch, aber dann kann man ihn später schlechter rollen. 

 

Optional: Bei kleinen Kastenformen oder wenn man lieber kleinere Schnecken backen möchte, empfiehlt es sich, den Teig in der Mitte an der langen Kante durchzuschneiden. So kann er später besser gerollt werden. 

 

Die Füllung auf dem Teig verstreichen. Nicht zu dick, sonst fließt später alles beim Rollen des Babkas weg. Nicht zu dünn, sonst wird der Kuchen trocken. 

 

Teig an der langen Kante einrollen und eine hübsche Teigwurst formen. Die Wurst dann mit einem scharfen Messer der Länge nach aufschneiden und die Schnittkanten nach oben legen. Möglichst schnell arbeiten, damit die Füllung nicht zu warm und zu flüssig wird. 

 

An der einen Seite die Enden übereinander legen. Also überkreuzt. Nicht wundern, wenn die Füllung etwas verschmiert, dann war die höchstwahrscheinlich zu warm, wir auf unserem Bild oben. Funktioniert aber auch so und wird trotzdem hübsch und lecker. 

 

Vorsichtig die beiden Stränge miteinander verkordeln. Dazu immer einen Strang über den anderen legen und den unteren Strang auf die andere Seite schieben und diesen dann über den anderen Strang legen. Spätestens jetzt werden Küche und Bäcker aussehen wie sau. Nicht zu sehr am Teig ziehen. 

 

Bis zum Ende verkordeln und die Enden unter das Babka stopfen. Alles vorsichtig mit den Händen in Form drücken und dann mit den Händen unter das Babka fassen und alles sehr schnell in eine gefettete Kastenform geben. Da wir eine sehr kleine Kastenform haben, haben wir den Teig in zwei Teile geteilt. Wer eine große Form hat, kann aber auch alles in eine packen. 

Form mit einem Küchentuch abdecken und nochmal eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. 

Kuchen bei 170 Grad ca. 30 Minuten im Ofen backen. Bei kleinen Babkas die Zeit um 5 Minuten verringern, bei besonders dicken und großen Babkas eventuell 5 Minuten länger im Ofen lassen. 

 

Fertiges Babka aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen. 

Alle Zutaten für die Glasur in eine Schüssel geben und in der Mikrowelle ca. 2 Minuten auf höchster Stufe schmelzen. Schokolade vorher wieder klein hacken, sonst dauert es tausend Jahre alles zum Schmelzen zu bringen. 

Glasur auf das leicht abgekühlte Babka geben und alles so schnell wie möglich aufessen. Frisch schmeckt der Kuchen nämlich am besten. 

 

Optional: Wem das ganze Gezwirbel und Geflechte zu kompliziert ist, der*die kann einfach Schnecken formen und die in die Schokoladenglasur tauchen. Dazu den Teig mit der Füllung bestreichen und an der langen Kante einrollen und die Teigrolle in 4 cm dicke Scheiben schneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Schnecken mit etwas Abstand zueinander auf das Blech legen. Zugedeckt an einem warmen Ort eine halbe Stunde ruhen lassen. Dann im Ofen 15 Minuten bei 10 Grad backen. Leicht abgekühlte Schnecken dann bis zur Hälfte in die Glasur tunken und abkühlen lassen. Leeeecker. 

 

In freundlicher Zusammenarbeit mit Panasonic

Foto Credits: Sophia Giesecke. Hände und Hilfe by Uri Triest.

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Dieser Artikel wurde verfasst von IN SEARCH OF on März 27, 2018